BODYSNATCHER - Hell Is Here, Hell Is Home
Mehr über Bodysnatcher
- Genre:
- Deathcore
- ∅-Note:
- 5.00
- Label:
- MNRK Heavy
- Release:
- 10.04.2026
- The Maker
- Writhe And Coil
- Plague Of Flies
- May Your Memory Rot
- Violent Obsession
- No Savior
- Blade Between The Teeth
- Two Empty Caskets
- Survive Or Die
- Hell Is Home
Die Einfältigkeit des Deathcores in zehn Akten.
Eine Analyse der neuen Scheibe von BODYSNATCHER könnte man ganz schnell in wenigen Zeilen abhandeln, schließlich hat die Band eine klar abgesteckte Zielgruppe, und die bekommt auch auf "Hell Is Here, Hell Is Home" die gleiche brachialware serviert, die auch auf den letzten Silberlingen zu finden war. Soll heißen: Weiterentwicklung ist nicht wirklich von Interesse für die Truppe aus Florida, Vielseitigkeit ist nach wie vor keine der definierten Stärken des Quartetts, und wenn es eine grobe Umschreibung zu typischen Deathcore-Standards geben sollte, könnte man die neue Platte durchaus ins Feld führen, wird hier doch mit Basics und Allerweltsware nur so um sich gefeuert.
Ja, BODYSNATCHER hat sich im Laufe der Jahre zu einer Instanz im Deathcore-Segment entwickelt, die einerseits für die immense Brutalität und Durchschlagskraft dieses Genres steht, aber auch für ihren verzweifelten Kampf gegen die Eintönigkeit, den die Herrschaften auch diesmal wieder klar verlieren. Die Songstrukturen ähneln sich sehr stark, die stampfenden Stakkatos avancieren recht schnell zum ideenlosen Einerlei, das Gebrüll ist man nach der Hälfte der Zeit ebfenfalls satt, und da BODYSNATCHER auch nicht den Versuch unternimmt, zumindest mal ein kleines bischen aus den monotonen Fesseln auszubrechen und ein wenig mehr Anspruch in die Songs zu bringen, verliert man schnell die Laune - und auch die Lust, dem Ganzen weiter zu folgen. Denn dass die Szene in einem mitunter recht schlechten Licht steht, ist eben auch dieser Band zu verdanken, die neben plumpem Gebolze seit Jahren nicht viel anzubieten hat - und da macht "Hell Is Here, Hell Is Home" schon fast erwartungsgemäß keine Ausnahme.
Daher auch die kurze, eigentlich entscheidende Zusammenfassung: Wer BODYSNATCHER mag und sich nicht darum schert, wie schlicht und einfältig bei den Herren von der Ostküste gebolzt wird, kann auch hier zugreifen. Alle anderen verpassen nichts Wesentliches und können gerne zur nächsten Rezension skippen.
- Note:
- 5.00
- Redakteur:
- Björn Backes


