CRUENTA VENGANZA - Legend
Mehr über Cruenta Venganza
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Bitume Productions
- Release:
- 30.01.2026
- 5000 Lightyears Away From Home
- Cosmic Outlaw
- Vengeance In The Stars
- Queen Of Space
- Moon Base Massacre
- Space Killer
- Just Erase This Man
- Galactic Showdown
- Time Warp Escape
- Machete Lives
Letztes Album? Aber wieso?
Irgendwie gibt es noch ein paar Ungereimtheiten in der derzeitigen Historie von CRUENTA VENGANZA. Eigentlich hatte die Truppe aus Berlin bereits im letzten Jahr entschieden, dass "Legend" der Schwanengesang sein würde, da man rund um die "Machete"-Streifen keine weiteren Themenwelten mehr verarbeiten möchte und dieses dritte Kapitel ohnehin nur ein fiktives geworden ist, weil die Slasher-Klassiker um Danny Trejo bereits nach zwei Kapiteln eingestampft wurden. Nun hat man für diesen letzten Release jedoch mit ein wenig Abstand noch einen Plattendeal an Land ziehen können, um zumindest dieses Abschlusswerk noch einmal in einen etwas größeren Vertrieb zu bringen. Doch würde es da nicht gerade Sinn machen, die Entscheidung noch mal zu überdenken, wo man CRUENTA VENGANZA nun doch etwas großflächiger wahrnimmt?
Nun, die Herren aus der Hauptstadt werden schon wissen, was sie tun, zumindest hinterlegen sie diesen Eindruck rein auf die Musik bezogen sehr deutlich. Die dritte Scheibe, die sich dem phantastischen Titel "Machete Kills Again" widmet, liefert soliden, manchmal dezent thrashigen, aber jederzeit sehr entschlossenen Death Metal, der sich im groovigen Midtempo vorwärts bewegt. Hier und dort kreuzt er die skandinavische 90er-Schule, liefert an sich aber keine echten Vergleichsmöglichkeitent, weil man weder reinen Elchtod, noch melodischen Stoff, ja geschweige denn technischen Kram abliefert.
Es geht straight voran, manchmal so wie bei AMON AMARTH, als die Wikinger noch abseits des Mainstreams tätig waren, dann wieder mit einer gewissen BOLT THROWER-Schlagseite, die CRUENTA VENGANZA jedoch mit einigen gezielten Tempovorstößen wieder löst, um die Eigenständigkeit nie zu gefährden. Mit 'Galactic Showdown' und 'Moon Base Massacre' stehen sogar ein paar einprägsame Stücke auf der Liste, die zum Einstieg in die Welt dieser Berliner bestens taugen, wenngleich sie sich glücklicherweise nicht penetrant aufdrängen, sondern immer wieder den begrüßenswerten Mittelweg finden - so macht man das!
Überhaupt gibt es auf "Legend" kaum etwas zu meckern, gleichzeitig aber auch keine besonderen Ereignisse zu dokumentieren. Man kann zwar darüber streiten, ob das Artwork nicht ein wenig verwirrend ist, würde man hier doch sicherlich kein Death-Metal-Album vermuten, doch unterm Strich sind wir hier schon bei Erbsenzählerei. Musikalisch ist die dritte Scheibe auf jeden Fall richtig ordentlich und eigentlich stark genug, die Jungs zum Weitermachen aufzufordern!
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Björn Backes


