EGREGORE - It Echoes In The Wild
Mehr über Egregore
- Genre:
- Death Metal / Black Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- 20 Buck Spin
- Release:
- 20.03.2026
- Cast Adrift
- Voice Of The West Wind
- Stair Into The Vortex
- Craven Acts Of Desperate Men
- From the Yawning Crevasse Shrieks A Transmorphic Gale
- Corsairs Of The Daath Gulf
- Nightmare Cartographer
- Six Doors Guard The Original Knowledges
- Servants Of The Second Death
- It Echoes In The Wild
NIFELHEIM meets VENOM meets SLAYER meets MORBID ANGEL!
Würfelt man den Einfluss all der Pioniere zusammen, die in den goldenen Achtzigern den extremen Metal geprägt und dominiert haben, landet man irgendwann vielleicht bei einer Platte wie "It Echoes In The Wild", die sich vom rumpeligen Death Metal der ersten Stunde über die unkonventionellen Gehversuche der frühen Thrash-Szene bis hin zu Elementen der ersten Black-Metal-Welle nährt.
Die kanadischen Wüstlinge von EGREGORE prügeln so ungestüm und leidenschaftlich drauflos, als hätten sie bei einem Jam mit den Kollegen von NIFELHEIM erstmalig "Scream Bloody Gore" gehört und die Scheibe mit "Seven Churches" heruntergespült. "Altars Of Madness"? Kein Problem, denn sowohl technisch als auch im Hinblick auf diese ganz spezielle Atmosphäre sind die zehn Songs gar nicht so weit von einem der ultimativen Meilensteine entfernt. Und was ist da mit SLAYER und EXODUS? Nun, wenn man die Wegbereiter des aggressiveren Thrashs mal etwas näher seziert und die manchmal etwas eigenwilligen Arrangements von deren ersten Releases als Maßstab nimmt, wissen die Knüppelbrüder aus Vancouver sicherlich, wie man dieses Erbe weiterträgt, ohne an Authentizität einbüßen zu müssen. Gerade wenn "It Echoes In The Wild" roh und verwildert daherkommt, sind die Parallelen so heftig, dass man ohne trainierten Nacken hier ganz schnell an seine Grenzen kommt.
Diese Scheibe ist völlig gegen den Strich, anarchisch von der ersten bis zur letzten Sekunde und auch nicht mit irgendwelchen Melodien oder Hooklines angereichert, sondern die metallische Rebellion in ihrer ursprünglichsten Form. Das mögen manche als Chaos beschreiben, andere wiederum werden die furiose Darbietung und die ständigen Tempowechsel sicherlich überfordern, doch wenn man es ganz genau nimmt, ist "It Echoes In The Wild" nichts anderes als jener rebellische Funke, der den Metal in den Achtzigern angetrieben und ihn dorthin gebracht hat, wo er mit all seinen Klassikern heute steht: Gegen den Strom, ungebremst, total extrovertiert und ohne Rücksicht auf Verluste.
Wenn VENOM, POSSESSED, MORBID ANGEL und SLAYER die Helden deiner Jugend sind, darfst du mit EGREGORE eine Renaissance feiern. Die zweite Scheibe der Kanadier ist ein Best-Of aus all diesen Kulttruppen!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Björn Backes


