HYPERION (IT) - Cybergenesis
Mehr über Hyperion (IT)
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Fighter Records
- Release:
- 15.01.2026
- Deafening
- Rewire, Rebuild
- Yet We Still Fight
- The Shackles Of Chronitus
- Blood Over Chrome
- Grain Of Sand
- Rhizome Rider
- The Whole Of Time
Gelungene Darbietung, beim Gesang besteht jedoch Handlungsbedarf.
Bands, die sich HYPERION nennen, gab und gibt es in unübersichtlicher Anzahl. Selbst in Italien existierten über längere Zeit zwei Formationen dieses Namens. Mittlerweile hat sich die Sache jedoch auf ein Quintett aus der Gegend Bologna reduziert, das uns dieser Tage mit "Cybergenesis" das dritte Langeisen serviert. Dieses erweckt ein wenig den Eindruck, es würde sich um einen Neuanfang handeln, schließlich sind seit dem Vorgänger "Into The Maelstrom" nicht nur sechs Jahre vergangen, auch das Line-Up musste gehörig umgekrempelt werden.
Stilistisch hat sich das jedoch nicht großartig ausgewirkt. Gitarrist Davide Cotti zieht nach wie vor sämtliche kompositorischen Fäden und gibt als letztes verbliebenes Gründungsmitglied offenbar immer noch die Richtung vor. Die ist nach wie vor im typisch europäischen Heavy Metal mit Kraft und Tempo verortet, weshalb es abermals diverse Querverweise zu Bands wie IRON MAIDEN, GAMMA RAY und STRATOVARIUS zu vernehmen gibt. Ebenso aber auch zu frühen SYMPHONY X oder KAMELOT, auch wenn das eher auf die Arrangements zutrifft.
Wie es der Titel bereits verheißt, handelt es sich bei "Cybergenesis" um ein Album, dessen lyrische Komponente im Science-Fiction-Bereich angesiedelt ist. Konkret haben die Jungs ein Konzeptwerk erschaffen, dessen Hintergrund wohl auch in geschriebener Form für Spannung sorgen würde. Das schafft HYPERION mit Sicherheit auch mit der musikalischen Darbietung, denn die Tracks erweisen sich als durchweg schlüssig und kommen ohne großartiges Brimborium aus. Auf etwaige Einleitungen oder Zwischenspiele wird verzichtet, wodurch sich unter anderem Songlängen von durchschnittlich fünf Minuten ergeben.
Solopassagen und andere instrumentale Spielereien sind aber dennoch vorhanden. Allen voran verstehen es Davide und sein Kollege Francis DiPasquale gekonnt, sich an den Sechssaitigen zu duellieren. Dabei verlieren sie jedoch niemals den Fokus und erweisen sich im Endeffekt als überaus song- und banddienlich.
Das lässt sich für die gesamte Band feststellen, denn auch die Rhythmus-Fraktion liefert fein ab, und auch Sänger Max Morelli, der erst seit knapp zwei Jahren zur Truppe zählt, ist bemüht, sich ins Geschehen einzubringen. Das gelingt ihm bei den düster und dunkel gestalteten Phasen der Nummern ganz gut, in jenen Passagen, in denen er versucht, mit einem Mehranteil an Theatralik das Geschehen an sich zu reißen, klappt das aber leider nicht unbedingt. Gerade jene Momente sind es im Endeffekt auch, in denen man merkt, dass Max noch nicht ganz das Niveau seiner Kollegen erreichen kann.
Diesbezüglich besteht also definitiv Handlungsbedarf, ansonsten lässt sich als Fazit festhalten, dass HYPERION ein durchaus respektables Album gelungen ist, das vom Spannungsaufbau und der instrumentalen Umsetzung her, an sich kaum Vergleiche zu scheuen braucht.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Walter Scheurer


