MYTH CARVER - Twist Of Fate (EP, Re-Release)
Mehr über Myth Carver
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- No Remorse Records
- Release:
- 28.11.2025
- Untamed Steel
- Thunderkill
- Shadow Firmament
- Iron Helm
- King Of The Pyre [Bonus Track]
- Crimson Terrain [Bonus Track]
Viel metallischer wird's nicht mehr.
Vor einigen Monaten fand die Originalveröffentlichung der Debüt-EP "Twist Of Fate" der texanischen Band MYTH CARVER statt, die vier Stücke enthielt. Nun folgt eine Neuausgabe auf CD und Vinyl mit zwei digitalen Singles von 2024 als Bonus.
MYTH CARVER, in der metaltypischen Quintettaufstellung mit zwei Gitarren bestehend, liefert gleich mit dieser ersten Veröffentlichung eine eindrückliche Visitenkarte ab. "Twist Of Fate" erweist sich als ein sehr wuchtiger und kraftstrotzender Tonträger, der sich überwiegend in hohem Tempo vernehmen lässt. Die Musik bewegt sich dabei mit der gleichen Selbstverständlichkeit in Metalklischees wie die Liedtitel. Die Gitarren prägen den Sound mit metallischen Riffs und rasanten Leads. Die Schlagzeugarbeit wird sicher keinen Preis für Virtuosität oder Innovation gewinnen, erfüllt aber ihre Aufgabe, die Mucke als kraftvoller Motor voranzutreiben. Headbanger kommen unbedingt auf ihre Kosten. Darüber erschallt ein Sänger, der in Stimme und Singweise an den wahnwitzigen Vortrag des ursprünglichen SAVATAGE-Frontmanns Jon Oliva erinnert.
Die Musik punktet mit einer guten Strukturierung der Stücke, die vor allem von den nimmermüden Äxten profitiert. Besonders das Kraftpaket 'Untamed Steel', mit einer leichten Tendenz zum Thrash Metal, macht zum Auftakt eine klare Ansage. Abgesehen vom melodisch etwas interessanteren 'Shadow Firmament', ist das Material kompositorisch mittelgut, bietet aber wiederholt einfach-eingängige Refrains auf, die geneigte Hörer definitiv packen, wie etwa bei 'Thunderkill' oder 'King Of The Pyre' nachzuhören ist. Darüber hinaus gibt es besondere Details wie das unerwartet friedliche Nachspiel des Eröffners zu entdecken.
Insgesamt ist "Twist Of Fate" sicher besser arrangiert als komponiert, trotzdem lässt sich die Scheibe von vorne bis hinten gut durchhören. Sie erfüllt die Erwartungen der Metalheads, insbesondere wenn sie einschlägige Bands nicht unbedingt im Lendenschurz sehen müssen.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Stefan Kayser


