PALE HORSE RITUAL - Diabolic Formation
Mehr über Pale Horse Ritual
- Genre:
- Heavy Rock
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Black Throne Productions
- Release:
- 28.11.2025
- Deflowered
- Wickedness
- Holy Lies
- Save You
- Bloody Demon
- DED
- A Beautiful End
Grüße gehen raus nach Birmingham!
Bitte lasse diese Band nicht scheiße klingen - und bitte lass sie alsbald ein paar Artwork-Designs auf Shirts drucken! Denn sowohl das Cover zur letzten Single 'Holy Lies' als auch die Frontansicht des neuen Albums sind geradezu prädestiniert, auf Baumwolle spazieren getragen zu werden. Auch, oder gerade weil Farbgebung und grafische Details an die Godfathers aus Birmingham erinnern, denen PALE HORSE RITUAL dann auch konsequenterweise mit vollem Einsatz huldigt.
Es besteht nämlich vom ersten Riff an kein einziger Zweifel daran, dass die Jungs aus dem kanadischen Ontario in Tony Iommi ihren Meister gefunden und ihre Lehren aus dem Schaffen des BLACK SABBATH-Gitarristen gezogen haben. Wirklich jede einzelne Note ist eine klare Hommage an das Debüt der britischen Legende, garniert mit einem heftigen Stoner-Versatz, aber dennoch sehr düster und kraftvoll ausgearbeitet, sodass die Jüngerschaft der Originale einmal durchatmen darf. Denn ich bin mir sicher: Auch ihr wollt ein Shirt der Nordamerikaner, wenn ihr das neue Material zum ersten Mal gehört habt!
Allerdings muss man die vorzeitige Euphorie nach einer Weile wieder ein bisschen bremsen, weil PALE HORSE RITUAL in der zweiten Hälfte von "Diabolic Formation" eher damit beschäftigt ist, das eigene Material zu zitieren und keine echten Kicks mehr generieren kann. Dies mag vielleicht daran liegen, dass CANNABUS-Frontmann Paco über ein begrenztes Stimmvolumen verfügt und dem alten Ozzy die Butter nicht mal im Ansatz vom Brot nehmen kann. Aber auch daran, dass das einheitliche Tempo auf Dauer eine lähmende Wirkung hat, die auch von den tollen Soloparts in 'DED' und 'A Beautiful End' nicht mehr maßgeblich verändert wird. Es ist nicht mal der Umstand, dass die Band vergleichsweise selten von ihrem Schema abweicht, schließlich gibt es in 'Save You' auch ein paar balladeske Sounds und mit dem instrumentalen Opener 'Deflowered' ein heftiges Statement. Es ist eher so, dass es an einer packenden Dynamik mangelt und die Band diesbezüglich ein bisschen eingefahren ist.
Musikalisch sind alle sieben Nummern von "Diabolic Formation" über jegliche Zweifel erhaben, nur in der finalen Zusammensetzung auf Dauer ein bisschen träge. Meinen größten Wunsch in dieser Sache habe ich schon zu Anfang formuliert, und hier kann mich PALE HORSE RITUAL auch zufriedenstellen. Scheiße klingt die neue Platte mitnichten, nur auf Dauer ein klein wenig eintönig. Glücklicherweise sind die Riffs ein feiner Kompensator, der vieles auffängt und die Platte dennoch stilvoll über die Ziellinie drückt!
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Björn Backes


