RUFF MAJIK - Moth Eater (The Lorekeeper's Bible)
Mehr über Ruff Majik
- Genre:
- Heavy Rock / Psychedelic Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Sound Of Liberation Records
- Release:
- 04.10.2024
- What A Time To Be A Knife
- Dirt And Deer Blood
- By The Hammer
- We're Not Out Of The Swamp Yet
- Battering Lamb
- Cult Eyes
- Baby's First Guillotine
- Ingozi
- Wasted Youth
- Moth Eater
Quirlig und quietschlebendig - PINK FLOYD und KYUSS im Gleichschritt.
Unter der Überschrift "The Trinity" haben sich die Herren von RUFF MAJIK ein dreiteiliges Albumkonzept ausgedacht, in dem ein fünfjähriger Zyklus musikalischer Gehversuche zusammengefasst werden soll. "Moth Eater (The Lorekeeper's Bible)" bildet nun den Abschluss dieser Reihe, die in der Zwischenzeit auch eine Vielzahl von digitalen Singles hervorgebracht hat - schließlich ist die Truppe aus Cottbus eine der fleißigsten im hiesigen Heavy-Rock-Underground.
Inhaltlich ist das neue Werk vielleicht auch das stärkste in der bisherigen Diskografie der ostdeutschen Kapelle. Die Songs haben eine Menge Schwung, sie lassen sich schwer ausrechnen, bieten vielseitige Einblicke in das Leben als Band und nutzen das gesamte breite Feld der psychedelisch gefärbten Indie-Sounds, um hier und dort ein paar anständige Hooklines zu platzieren. Gelegentlich erinnert das Ganze an die Glam-Rock-Phase von MARILYN MANSON - auch wenn dieser Vergleich etwas weit hergeholt scheint -, denn bei der Installation von Hooklines und Gitarrensounds bewegt sich RUFF MAJIK so manches Mal im Fahrwasser eines Klassikers wie "Mechanical Animals" und fühlt sich dort auch bestens aufgehoben.
Doch irgendwelche Parallelen aufzuzeichnen, wird diesem Album dann irgendwie auch nicht gerecht. Zwischen Rock'n'Roll, Glam und gelegentlich auch einigen punkigen Stoner-Elementen hat RUFF MAJIK einen ganz eigenen Sound entwickelt, der äußerst abwechslungsreich tönt, oftmals auch recht quirlig daherkommt, aber dennoch diese Zielstrebigkeit mitbringt, um innerhalb des kunterbunten Outputs auch mal ein paar Hits zu produzieren. Und davon gibt es auf "Moth Eater (The Lorekeeper's Bible)" direkt mal einen ganzen Stoß, sei es nun das groovige 'Baby's First Guillotine', das leicht abgedrehte 'Dirt And Deer Blood' oder das einprägsame 'Cult Eyes', in denen der ganze konntrastreiche Wahnsinn zusammengefasst wird, für den die Cottbusser stehen.
Man darf davon ausgehen, dass der fuzzige Sound der Truppe in kleinen verrauchten Clubs sogar noch eine Spur besser funktioniert als auf Konserve. Doch losgelöst von dieser These ist die neue Scheibe ein tolles, modernes Hardrock-Album, dessen größte Stärke einmal mehr in der musikalischen Unberechenbarkeit steckt. Unbedingt mal antesten!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes