SODOM - Get What You Deserve (2026 Remaster)
Mehr über Sodom
- Genre:
- Thrash Metal
- Label:
- BMG
- Release:
- 27.02.2026
- Get What You Deserve (2026 Remaster)
- Jabba The Hutt (2026 Remaster)
- Jesus Screamer (2026 Remaster)
- Delight In Slaying (2026 Remaster)
- Die stumme Ursel (2026 Remaster)
- Freaks Of Nature (2026 Remaster)
- Eat Me! (2026 Remaster)
- Unbury The Hatchet (2026 Remaster)
- Into Perdition (2026 Remaster)
- Sodomized (2026 Remaster)
- Fellows In Misery (2026 Remaster)
- Tribute To Moby Dick (2026 Remaster)
- Silence Is Consent (2026 Remaster)
- Erwachet! (2026 Remaster)
- Gomorrah (2026 Remaster)
- Angel Dust (2026 Remaster)
- Get What You Deserve (Blitzkrieg Remix)
- Jabba The Hutt (Blitzkrieg Remix)
- Jesus Screamer (Blitzkrieg Remix)
- Delight In Slaying (Blitzkrieg Remix)
- Die stumme Ursel (Blitzkrieg Remix)
- Freaks Of Nature (Blitzkrieg Remix)
- Eat Me! (Blitzkrieg Remix)
- Unbury The Hatchet (Blitzkrieg Remix)
- Into Perdition (Blitzkrieg Remix)
- Sodomized (Blitzkrieg Remix)
- Fellows In Misery (Blitzkrieg Remix)
- Tribute To Moby Dick (Blitzkrieg Remix)
- Silence Is Consent (Blitzkrieg Remix)
- Erwachet! (Blitzkrieg Remix)
- Gomorrah! (Blitzkrieg Remix)
- Angel Dust (Blitzkrieg Remix)
- Aber bitte mit Sahne (2026 Remaster)
- Sodomized (2026 Remaster)
- Abused (2026 Remaster)
- Skinned Alive '93 (2026 Remaster)
- Aber bitte mit Sahne (Schweinskopf Remix)
- Sodomized (Schweinskopf Remix)
- Abuse (Schweinskopf Remix)
- Skinned Alive '93 (Schweinskopf Remix)
Grandiose Neuauflage - einmal mehr!
Rückblickend ist die bislang beste SODOM-Phase sicher diejenige, die von den alten Recken nun noch einmal neu belebt wird. Bereits die Neuauflage zu "Tapping The Vein" konnte große Jubelstürme auslösen, weil der Remaster wirklich alles aus der Platte herausgeholt hat, was noch irgendwo an Potenzial verborgen war, ganz zu schweigen davon, dass die Platte nach wie vor zu den meistunterschätzten Werken der gesamten Thrash-Historie gehört. Noch eine Spur aggressiver, bösartiger, gemeiner und letztendlich auch dreckiger ging es unterdessen auf "Get What You Deserve" zu, jenem Album, das eine neue Ära in der SODOM-Historie einläuten konnte und mit Andy Brings den vielleicht wichtigsten Bandkopf neben Angelripper in die Reihen des Ruhrpottoriginals brachte. Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis man sich auch diesem Release noch einmal widmen würde, schließlich haben Such und seine aktuellen Kameraden erst einmal eine längere Live-Pause eingelegt, in welcher der Angelripper sich ganz bewusst Zeit für Projekte nehmen möchte, die ihm noch besonders am Herzen liegen - und da hat sein alter Buddy Andy definitiv nicht nein sagen können, eine weitere Kollaboration schnellstmöglich anzuschieben.
Krass ist allerdings, welch große Erwartungshaltung man an den Re-Release entwickelt, denn eigentlich handelt es sich hierbei um bereits mehr als drei Jahrzehnte durch und durch bekanntes Material, das in seiner ursprünglichen Form schon relativ schnörkellos und roh abgemischt wurde. Doch Mr. Brings ist auch diesmal angetreten, das Optimum aus dem Material herauszuholen, und hat sich nicht lange bitten lassen, die fehlenden Promille ausfinding zu machen und zu verbessern, sodass mit dem aktuellen Remaster von "Get What You Deserve" wohl die definitive Blaupause für den SODOM-Signature-Sound vorliegt, die mir inhaltlich, aber eben vor allem klangtechnisch von Tom und Konsorten kaum mehr zu toppen scheint - egal wie stark die Gelsenkirchener Originale auch immer wieder auftrumpfen mögen, wenn neues Material an der Tagesordnung ist.
Doch die Art und Weise, wie das Titelstück hier schon nach wenigen Sekunden knallt, 'Die stumme Ursel' in den Breaks noch mal aufgefettet wird und vermeintliche Stücke aus der zweiten Reihe ('Silent Is Consent', 'Eat Me!', 'Gomorrah') ihr tatsächliches Potenzial noch mal entfachen können, während 'Jabba The Hutt', 'Sodomized' und 'Erwachet!' Ruhrprott-Thrash in Reinkultur abbilden, das ist schon so manche Gänsehaut wert, die man unwiderruflich spürt, wenn der Remaster aus den Boxen schallt. Anders möchte man dieses Album nie wieder wahrnehmen als in dieser frischen Abmischung - oder im alternativen 'Blitzkrieg Remix', der sogar noch eine Spur roher uns schmutziger klingt.
Es steht folglich außer Frage, dass man "Get What You Deserve" in der aktuellen Variante zwingend verpflichten muss, zumal SODOM erneut eine Menge Bonusmaterial auffährt und somit auch Sammlerherzen höherschlagen lässt. Unter anderem wird auch die "Aber bitte mit Sahne"-EP noch mal in zwei Varianten aufgefrischt, und wer es ganz luxuriös mag, kann sich die Super-Deluxe-Box einmal intensiver anschauen, die mit zwei weiteren Live-LPs und einer zusätzlichen DVD auch noch einige Schätzchen ausgräbt, die unmittelbar nach der Originalveröffentlichung entstanden sind. Da bekommt der Deluxe-Begriff dann gleich auch eine entsprechende Wertigkeit, so wie man es auch bei "Tapping The Vein" im vergangenen Jahr erlebt hat! Von daher muss man hier nicht weiter schwallern oder diskutieren: Wer Thrash Metal teutonischer Machart liebt, hat dieses Album zwar schon im Schrank, sollte aber gerne ein zweites Mal zugreifen. Der fette, aber doch authentische Mix und das vielzählige Bonusmaterial sind ein nicht zu entkräftendes Argument!
- Redakteur:
- Björn Backes


