TEMPLAR (SWE) - Conquering Swords
Mehr über Templar (SWE)
- Genre:
- Heavy Metal / True Metal / Kauz-Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Jawbreaker Records
- Release:
- 27.02.2026
- Gates Of Angmar (Intro)
- Witchking
- Excalibur
- Rainbow's End
- Exiled In Fire
- The Sorceress
- Trident
- Shipwreck
- White Wolf
- Conquering Swords
Herrlich kauzig und kultig, also nicht für jedermann.
Da ist es also, das Debüt der Schweden TEMPLAR, das sicherlich von vielen True-Metallern sehnsüchtig erwartet wurde. Erwartungsgemäß atmet "Conquering Swords" den Geist des tiefsten Undergrounds. Produziert wurde das gute Stück von Staffan Tengnér von CENTURY, und ein wenig CENTURY ist dem Langspieler auch anzuhören, wenn man nur die Ohren spitzt. Zu weiteren Referenzen kommen wir noch. Das Klangbild trägt schon Proberaumatmosphäre in sich, ist roh und ungeschliffen und verleiht der Musik von TEMPLAR etwas Spontanes. Der Gesang ist mit viel Hall ausgestattet und auch dezent in den Hintergrund gemischt. Vermutlich werden sich aber nur Traditionsmetaller von dem Sound angesprochen fühlen, dessen Einflüsse sich aus der NWoBHM, der First Wave Of Swedish Heavy Metal und dem US Metal in seiner kauzigen Erscheinungsform zusammensetzen. Wir beamen uns quasi ins Jahr 1983 zurück.
TEMPLAR knüpft mit "Conquering Swords" da an, wo die Schweden mit dem Demo "Black Knight" (2024) und der im selben Jahr veröffentlichten Single "Treacherous Beast" begonnen haben. Beide Tonträger sind übrigens wie das Debüt bei Jawbreaker Records erschienen. Auf beiden Veröffentlichungen zeigen sich die True-Metaller als J.R.R. Tolkien-Jünger, denn der Song 'Ringwraith' ist sowohl auf dem Demo als auch auf der 7'' vertreten. Mit dem Intro 'Gates Of Angmar' wird die Trilogie des High Fantasy-Schriftstellers erneut gefeiert und leitet das Debüt dramatisch ein. Themen von Sword & Sorcery finden sich auch sonst zuhauf auf dem Album, dessen Artwork und natürlich auch der Titel ja ebenfalls in diese Richtung weisen.
Im Midtempo setzt der erste vollwertige Song 'Witchking' eine kultige Duftmarke. Mit 'Excalibur' wird das Tempo dann etwas erhöht und der Anteil an hymnischen Melodien gesteigert, was das Stück zu einem der stärksten auf "Conquering Swords" macht. 'Exiled In Fire' tönt zu Beginn ein wenig wie 'Prowler' vom MAIDEN-Debüt, wenn auch etwas gedrosselt. Spätestens beim dritten Spin entwickelt sich auch 'Exiled In Fire' zu einem Favoriten auf der Scheibe. Das Hymnenhafte wird im Chorus sehr schön gebündelt. Hier zeigt sich, welches Potenzial in TEMPLAR steckt. Mit tollen Gitarren im Stil von HEAVY LOAD wird das Highlight des Langspielers mit dem Titel 'Trident' eingeleitet. Auch ein Dreizack lässt sich ebenso gut wie ein Schwert besingen, vor allem wenn das so hymnisch wie in diesem Klassesong geschieht. Der Titelsong lässt am Ende die frühen Großtaten von MANOWAR aufleben. Ein schöner Abschluss für dieses Debüt, der ordentlich marschiert!
Das Unperfekte hat Charme und das will auch entsprechend gewürdigt werden. "Conquering Swords" verströmt eine kultige Aura, und so muss es im Kauz-Metal sein. Für Anhänger moderner Spielarten des Heavy Metals ist das nichts, denn TEMPLAR ist geradezu ein Gegenentwurf zu diesen Genres, aber Freunde der alten Schule sollten hellhörig werden.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Jens Wilkens


