TRISKELYON - Maelstrom Of Chaos
Mehr über Triskelyon
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Moribund Records
- Release:
- 28.11.2025
- Of Dust And Divination
- The Winter Tsar
- Maelstrom Of Chaos
- Unit 684
- Blood Drowned Prophecy
- Death Racer
- Blame Game
- Divide And Dissent
- Cretin
- Major Tom
Überambitionierte Thrash-Attacke aus Kanada.
Der Kanadier Geoff Waye ist ein richtiges Metal-Arbeitstier, immerhin ist er nicht nur der Kopf hinter dem Studioprojekt TRISKELYON, sondern ist dazu auch noch mit seinen beiden Bands ARTACH und CATEGORY VI aktiv. Seit der Gründung im Jahr 2021 scheint der quasi Alleingang dem arbeitswütigen Gitarristen allerdings am meisten Freude zu bereiten, denn neben der selbstbetitelten Debüt-EP wurden in drei Jahren ebenso viele Langspieler an den Start gebracht. Da dürfte es nicht verwundern, dass diese Reihe auch im vergangenen Jahr nicht gebrochen wurde, denn am 28. November erschien das Viertwerk "Maelstrom Of Chaos", das wir hier nun einmal genauer unter die Lupe nehmen wollen.
Unterstützung erhält Geoff dabei erneut von Schlagzeuger Raul Marques, während der Gesang von den Gästen Liv Jagrell (LIV SIN), Amanda Jackman (CATEGORY VI), James Delbridge (LYCANTHRO), Carolina Padrón (TRIBUS, BLOODRAIN), Dale Drew (SEA DOGS) und Pete Healey (MARSHALL LAW) übernommen wurde. Und hier liegt schon eine große Achillesferse der Scheibe, denn die Gesangsleistung schwankt in ihrer qualitativen Darbietung doch gewaltig. Leider erläutert das Pressematerial dabei nicht genauer, wer denn nun für welchen Track am Mikrofon stand, weshalb ich hier keine genauere Aufschlüsselung liefern kann, wer denn hier nun für die problematischeren Passagen verantwortlich war.
Los geht es aber erst einmal recht solide mit dem Opener 'Of Dust And Divination', der rasanten und teils überraschend melodischen Thrash Metal serviert, der keinerlei Gefangene macht, gleichzeitig aber auch nicht die großen kompositorischen Kniffe im Gepäck hat, um sich konsequent von der breiten Masse des Genres abzuheben. Ebenfalls wirkt das Songwriting auf mich etwas hölzern, was vielleicht an den etwas unvorhersehbaren Haken liegt, welche die Gitarren gerne einmal schlagen, oder am gleichförmigen Drumming, das den Song zwar ordentlich nach vorne peitscht, aber eben auch variabler sein dürfte. Gut, dass 'The Winter Tsar' da eine deutlich bessere Figur macht und sich insgesamt als ordentliche Thrash-Abrissbirne präsentiert, bei der mir vor allem die kehligen Vocals sehr gut gefallen.
Mit dem Gesang stehen und fallen dann auch viele der weiteren Kompositionen, denn während das instrumentale Fundamt zwar weiterhin die großen Überraschungen vermissen lässt, dafür aber solide ausfällt, pendeln die Vocals zwischen packend und teilweise katastrophal. So ist die Gesangsleistung beim Titeltrack für mich überhaupt nicht würdig und versteckt nur mühevoll einige schiefe Töne, während die fast schon todesmetallischen Vocals in 'Blood Drowned Prophecy' einen viel besseren Eindruck hinterlassen. Aber selbst in den besten Momenten fehlen den Gesangslinien einfach die großen erinnerungswürdigen Momente, die einen Song auch mal langfristig im Gedächtnis verankern könnten. Zusätzlich fühlt es sich so an, als würde der Gesang oftmals gegen das instrumentale Fundament ankämpfen, anstatt gemeinsam mit ihm das Gesamtbild nach vorne zu bringen. Das lässt vermuten, dass beim Songwriting zwischen Geoff und seinen Gästen nicht genügend Abstimmung stattgefunden hat und hier die Vocals auf fertige Songstrukturen aufgesetzt wurden.
Und so ist "Maelstrom Of Chaos" ein Album, das viel erreichen möchte und dazu jede Menge rasante Riffs in die Waagschale wirft, am Ende aber doch nur als durchschnittliche Thrash-Scheibe über die Ziellinie geht, die sich vor allem dank der wechselhaften Gesangsleistungen und des etwas mauen Songwritings im Dickicht des Genres kaum wird behaupten können.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


