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Das vierte Jahrzehnt: Teil 4 - Das Jahr 2003

03.06.2010 | 17:14

Die Redaktion hat für euch die zurückliegenden zehn Jahre nochmals unter die Lupe genommen. Der vierte Teil befasst sich mit dem Jahr 2003.

Zum ersten Teil: 2000
Zum zweiten Teil: 2001
Zum dritten Teil: 2002

2003, das Jahr, in dem das große Schreckgespenst des Westens festgenommen wurde: Saddam Hussein. Aber es ist auch das Jahr, in dem Voodoo als offizielle Religion in Haiti eingeführt wurde. Im Kino wurde Nemo gesucht und gefunden, während in Deutschland seit diesem seligen Jahr jedes Jahr aufs Neue Superstars gesucht, aber so gut wie nie gefunden werden. 19 Redakteure haben ihre Sammlung durchstöbert und unglaubliche 35 tolle, faszinierende, spannende und in Teilen wegweisende Werke gefunden. Während sich der Sieger zu etwas wie einem Redaktionsliebling mausert, laden die Plätze 28 - 2 zu einem vertiefeten Stöbern ein. Wer weiß, vielleicht findet sich ja das ein oder andere längst vergessene Kleinod in den Charts? So suchet und findet!

Die einzelnen Abstimmungsergebnisse der Kollegschaft sowie unser Wertungssystem findet ihr ganz am Ende des Artikels, ein Klick auf die unten abgebildeten Cover führt euch zur ausführlichen Besprechung der jeweiligen Scheibe.

Platz 28: 12 Punkte

Der druckvolle Heavy Rock der Hamburger LIQUID GOD ist das Top-Album des Jahres 2003 für Eike. Die Mischung aus harten Tunes und ruhigen, subtilen, aber nie schwachbrüstigen Momenten macht "Nangol" zu einer klangvollen Grenzerfahrung. Doch warum viele Worte verlieren, wenn der Fan das selbst viel besser kann? "Der Sechsminüter 'Be My Clown' dagegen ist Sturzflug-Speedmetal allererster Güte (denkt man zunächst), schließt sich aufgrund des genialen Intros jedoch nahtlos an. Doch dann binden LIQUID GOD doch tatsächlich jazziges Metallgeklimper, ätherische Gesänge, trippende Rhythmen und nass glänzende Black-Metal-Elemente mit ein, auf dass einem das Herz nur noch ganz weit aufgehen kann. Vergesst Nu Rock à la MUSHROOMHEAD, hier sind eure neuen Helden!", besprach Eike das Album in seiner Rezension.

Auf "Winterheart's Guild" präsentieren sich SONATA ARCTICA so, wie wir sie lieben gelernt haben und doch etwas erwachsener. Vorbei ist die Zeit der High-Speed-Nummern, die Finnen um den bunten Hund Tony Kakko räumen den Balladen immer mehr Raum ein, lassen aber nicht die für sie typischen, teils zackigen und verspielten Melodien vermissen. Langsame Nummern wie 'Gravenimage', 'The Misery', 'Broken' und 'Draw Me' geben sich mit schnellen, flippigen Nummern à la 'The Cage', 'Silver Tongue', 'Victoria's Secret' und 'Champagne Bath' die Klinke in die Hand. Herausragend sind dabei vor allem die Texte der Klassiker 'Broken' und 'Victoria's Secret' und des Schmachtfetzens 'Draw Me'. Das absolute Highlight auf "Winterheart's Guild" ist der Evergreen 'The Cage', den SONATA ARCTICA fortan (fast) immer als Zugabe bringen. Hier reiht sich ein Hit an den anderen, trotz des hohen Balladenaufgebots. Ein ganz starkes Album – auch wenn ich mit dieser Meinung vielleicht alleine dastehe.
[Pia-Kim Schaper]

Die 2000er können durchaus als das MUSE-Jahrzehnt betrachtet werden. Der klassische Start einer Rockkarriere durch das Entdeckt werden der Band durch ein Magazin (in diesem Fall war es das britische Magazin "NME"), war auch dieser Band beschert. Wann Hagen und Michael die Band für sich entdeckt haben bleibt offen, doch konnte sie der Nachfolger des großartigen "Origin Of Symmetry" überzeugen. "Absolution" vereint interessante Themen mit theatralischem Rock, der sich weit genug vom Mainstream entfernte, um selbst zum Mainstream zu werden. Wie spannend intelligenter Rock sein kann, zeigt die Band nun seit 1992 - und ist dafür zurecht in den 2000er-Charts vertreten.

Eine monströse Mischung aus KISS und GWAR mischt seit 2002 den Entertainment-Zirkus des Shocking Heavy Metals auf. LORDI stehen für hymnenhaften Rock, der sie drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debuts "Get Heavy" sogar zum Sieg im Eurovision Song Contest geführt hat. Vom hohen Pop-Faktor eines "Hard Rock Halleluja" ist zwar auch schon 2003 etwas zu bemerken, doch wen störts? Georg gewiss nicht, er lässt sich durch den schockierend amüsanten Rock des mutierten Lehrers Mr Lordi zu ganzen zehn Punkten verleiten und freut sich über die offensichtliche Achtziger-Attitüde der Finnen. "Get Heavy!" - schöner kann die Message für ein Metal-Jahr doch gar nicht lauten, oder?

"Black Like Sunday" zählt zwar nicht zu den Meilensteinen, welche die Texaner von KING'S X in ihrer Geschichte geschrieben haben, nach zwei mageren Alben stieg die Formkurve der drei Ausnahmekönner Doug Pinnick, Ty Tabor und Jerry Gaskill mit diesem Werk aber wieder deutlich nach oben. Sie haben hier unglaublich coole Rocksongs produziert, die schnell ins Ohr gehen, gute Laune bringen und einen Groove an den Tag legen, so dass die meisten Bands daneben blass aussehen. Das gelang KING'S X mit Leichtigkeit auf "Black Like Sunday" und auch heute noch höre ich diese tolle Scheibe mit Begeisterung, wobei Erinnerungen an fantastische Konzerte wach werden.
[Stefan Lang]

FALKENBACH ist eine jener Bands, die es ohne Probleme schafft, ihre Hörer mit den ersten Klängen ihrer wunderbaren und geheimnisvollen Musik einzufangen und mindestens für die Laufzeit des gehörten Albums zu verzaubern. Und wie oft bin ich auch nach dem Hören von "Ok Nefna Tysvar Tys" verzaubert sitzengeblieben und habe mich der besonderen Atmosphäre nordischen Hymnen hingegeben. Die Black-Metal-Einflüsse der früheren Tage wurden zurückgefahren, dafür erhielt der Kopf hinter der Band, Vratyas Vakyas zum ersten Mal Unterstützung durch ein vollständiges Line-Up. Amüsant ist seit jeher der Versuch der Journaille, herauszufinden, wer oder was Markus "Vakyas" Tümmers ist. Ein isländischer Ruhrpott-Indianer? Exil-Sachse mit slavischen Wurzeln? Es ist völlig egal, seine Fans lieben ihn für seine Musik, in unserer Redaktion namentlich Rüdiger und der Verfasser dieser Zeilen.

Zu einer der interessantesten, weil vielleicht ungewöhnlichsten Bands im Wikinger-Genre (was auch immer das sein mag) haben sich die Norweger von ENSLAVED entwickelt. 2003 soll das Jahr ihres größten kommerziellen Erfolgs werden. "Below The Lights" stellt einen weiteren Markstein in der Metamorphose der Band dar. Eine geniale Black-Metal-Band der Neunziger wurde eine wegweisende Progressive-(Metal)-Band der 2000er. Was mit "Eld" begann - auch wenn ENSLAVED ihren Mut in den Zeiten des fortgeschrittenen Purismus im Nachinein selbst sehr kritisch sahen - erreichte mit "Monumension" einen ersten Höhepunkt und wurde auf "Below The Lights" konsequent weiterverfolgt. Für Hagen stellt dieses Album deshalb seine persönliche Nummer 1 von 2003 dar.

"Darker Than Black" war im Jahr 2003 mein Erstkontakt mit CAGE, und ich war vom ersten Durchlauf an begeistert. Das liegt vor allem an der Kombination von messerscharfen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und sirenenartigem Gesang, die jedem "Painkiller"-Gutfinder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern muss. Auch wenn sich CAGE in den darauffolgenden Jahren sogar noch weiterentwickeln konnten, werden so großartige Songs wie 'Kill The Devil' oder 'Wings Of Destruction' wohl immer zum Live-Repertoire der Kalifornier gehören, und das ist gut so. Nur schade, dass meine werten Kollegen vergessen haben, für diese tolle Scheibe zu stimmen ...
[Martin Schaich]

Platz 23: 14 Punkte

Ich weiß es noch wie heute - ohne jetzt allzu großen Neid ob meiner frischen Jugend erzeugen zu wollen - mit fröhlichen Achtzehn lief ich also 2003 in den Plattenladen und kaufte mir voller Zuversicht "Death Cult Armageddon" von den norwegeischen Vorzeigepandas im Kommerzgewand: DIMMU BORGIR. Nach dem unglaublich starken "Puritanical Euphoric Misanthropia" schickten sich die Osloer Veteranen des puren Verrats am Black Metal erneut an, ihre jugendlichen Jünger um sich zu scharen und die Herrschaft über den Thron des Lakritze-Satan-Reiches zu erstürmen. Fakt ist: Sie haben es geschafft. Und nicht nur das: Selbst gestandene Metaller wie Martin Loga konnten sie mit diesem Meisterwerk Epischen Melodic Black Metals einfangen, der sie immerhin auf das Treppchen hebt. Das Böse siegt eben doch!

Von den Exoten KEKAL aus Indonesien war ich damals sehr angetan. Zwar waren ihre Produktionen nie die allerbesten und der Gesang klang oftmals sehr eigenwillig, aber gerade das machte diese Band um den sympatischen Frontmann Jeff Arwadi so besonders. Die Kompositionen und Gitarrenarbeit von KEKAL hatte jedenfalls stets hohes Niveau und ich dachte auch, dass die Band es noch weiter hätte bringen können. Hier stand jedoch auch der Umzug von Jeff Arwadi nach Kanada im Weg - inzwischen spielt er nicht mehr so extremen Death und Black Metal. Zusammen mit einer großen Vielfalt von musikalischen Einflüssen und Prog Elementen ist "1000 Thoughts Of Violence" auch heute noch ein gern gesehener Gast in meinem CD Player.
[Stefan Lang]

HAREM SCAREM verkörpern seit zwei Jahrzehnten den Prototyp des Melodic Rock. Nie antiquiert, sondern immer mit der notwendigen zeitgemäßen Veränderung, schreibt das Duo Hess/Lesperance Hits am Fließband. Einen Beweis dafür gab es im Jahr 2003 mit dem überdimensional guten Album "Higher". Ein einziger, dicker Sonnenstrahl, der die Seele streichelt und ein Grinsen auf das Gesicht des Hörers packt. Zehn kompakte Hits in knapp 40 Minuten sind vollkommen ausreichend, um süchtig zu machen. Peter und Chris sind abhängig geworden und packen "Higher" in ihre Top10.
[Peter Kubaschk]

GREEN CARNATION
gehören zu den wenigen Bands, die es geschafft haben, sich mit jeder Veröffentlichung komplett neu zu erfinden. Nach dem noch sehr doomigen Debüt und dem darauf folgenden epischen sechzigminütigen One-Track, welcher bereits in unserem zweiten Teil gewürdigt wurde, kam völlig überraschend ein vergleichsweise kommerziell anmutendes Werk mit neun Titeln, die in ihrer Gesamtheit kaum abwechslungsreicher sein könnten. Die beiden Masterminds Terje Vik Schei a.k.a. Tchort (Gitarre, u. a. Ex-EMPEROR, BLOOD RED THRONE) und Kjetil Nordhus (Gesang, u. a. Ex-TRAIL OF TEARS) vereinen auf "A Blessing In Disguise" treibendem Rock, melancholische Balladen, progressive Elemente, schleppendem 70s-Groove, akustische Einsprengsel und große Refrains mit einer unglaublich dichten Atmosphäre, was den Drittling zu einem live-tauglichen Kopfhöreralbum werden lässt. Und die markante Stimme des sympathischen Rotschopfs tut ihr übrigens dazu, um "A Blessing In Disguise" bei Caro und mir in der ersten Hälfte der Jahrescharts zu verankern.
[Elke Huber]

Mit "Contagion" haben die britischen Progger ARENA um Ex-MARILLION-Drummer Mick Pointer und Clive Nolan, den man auch von PENDRAGON her kennt, einen Höhepunkt ihres Schaffens erreicht. Der noch relativ neue Sänger Rob Sowden, der erst sein zweites Album für die Band einträllerte, glänzt in vielen der Songs durch eine gefühlvolle Interpretation des Konzeptes, das auf einer Geschichte von Clive Nolan basiert. Dieses Album markiert auch den Übergang von den sehr proggigen Vorgängern zu der deutlich songorientierteren aktuellen Phase der Band und verbindet so das Beste, was beide Seiten zu bieten haben. Zu dem Album gibt es noch zwei EPs mit zusätzlichen Songs, die das lyrische Konzept vervollständigen. In Peter und mir haben ARENA zwei von uns mit "Contagion" in einem sehr starken Jahrgang überzeugt, zu den besten zehn Alben zu gehören.
[Frank Jäger]

Platz 22: 15 Punkte


Pia-Kim und Stephan Voigtländer - was haben die beiden gemeinsam? Nun, beide haben anscheinend eine Vorliebe für schnellen, harten und in gewissen Grenzen sicherlich absolut verrückten Rock'n'Roll. "Reiter-Metal" ist ein nicht mehr wegzudenkender Begriff in der lustigen Landschaft des Metals made in Germany. "Have A Nice Trip" könnte die Beschreibung für ein Konzert der APOKALYPTISCHEN REITER sein. Ein Erlebnis ganz besonderer Art sind die energiegeladenen und schweißtreibenden Auftritte der Thüringer. Das 2003er Album ist das erste Album mit Nuclear Blast im Rücken beschert der Band ihre erste Headlinertour im folgenden Jahr. Den Rest der Erfolgsgeschichte der Band erlebt ihr vielleicht im nächsten Teil.

Platz 21: 16 Punkte


Hach, ich könnte seitenweise über dieses Meisterwerk, dieses Kleinod, dieses unglaublich tolle Album schreiben. "Watching In Silence" stellt die erste Zusammenarbeit von Zak Stevens mit Jon Oliva (JON OLIVA'S PAIN, SAVATAGE) und Chris Caffery (SAVATAGE) dar, nachdem dieser 2000 die Kultband SAVATAGE verließ. Das Privileg des Artikelverfassers ist es, sich seinen Irrungen und Wirrungen in epischer Breite widmen zu können, doch halt, wie kann es sein, dass dieses Album lediglich noch von Caro und Elke mit jeweils einem Punkt bewertet wurde, während unsere SAVATA-phile Restredaktion schlicht darüber hinweggeht? Die Antwort liegt wahrscheinlich in der Tatsache begründet, dass 2003 das Buch über SAVATAGE noch eine unendliche Geschichte schien. So kam CIRCLE II CIRCLE wohl eher als eine nette, aber nicht kongeniale Alternative zu den Göttern von SAVATAGE an. Umso trauriger eigentlich, stellen 'Into The Wind', 'Forgiven' oder 'Watching In Silence' doch wunderbare Rock-Songs amerikanischer Prägung dar.

Platz 19: 17 Punkte


Der ein oder andere mag ich gefragt haben, wann es endlich richtigen, bösartigen und keinesfalls anbiedernden Black Metal in unseren Charts gibt. Nun, hier ist er: Schwedens Beste NAGLFAR haben 2003 ein Album veröffentlicht, das Hagen und Martin zu den wichtigeren Extrem-Metal-Veröffentlichungen zählen. "Sheol" ist ein rasender Hassbatzen voller tonnenschwerer Midtempo-Düsternis und einer Absage an das Schöne per Einschreiben. Besser konnte der Winter des Jahres gar nicht begleitet werden - und in Verbindung mit dem etwas anderen Konzept von DIMMU BORGIR konnte die Black-Metal-Mischung des Jahres kaum explosiver sein.

Die aus Italien stammenden Epic/Viking Metaller DOOMSWORD veröffentlichten mit "Let The Battle Commence" das - bis heute! - wohl stärkste Album ihrer Karriere. Das Konzeptalbum, das sich mit der Eroberung der britischen Stadt York durch die Wikinger (genauer gesagt durch das Heer des Dänen Ívarr des Knochenlosen im Jahre 866 n. Chr.) beschäftigt, schildert in sieben überlangen Stücken voller Epik und Dramatik die Kämpfe aus Sicht beider Seiten. Der klare und charismatische Gesang des Frontmanns Deathmaster veredelt kraftvolle, zurückhaltend instrumentierte Wikinger-Epen mit doomiger Note. Dezente Chöre und angenehme Anklänge an die "Hammerheart“ oder "Twilight Of The Gods"-Phase von BATHORY inklusive. "Let The Battle Commence" mit den alles überragenden Stücken 'Heathen Assault', 'In The Battlefield' und das erwähnte 'Woden's Reign' mit seinem phantastischen Gitarrensolo sind 10 Punkte-Nummern, bei deren Genuss mir regelmäßig die Nackenhaare voller Schauer zu Berge stehen. Grandios!
[Martin Loga]

Platz 16: 18 Punkte


SUN CAGED machten sich schon in der Progressive-Szene einen Namen, bevor sie überhaupt ihr erstes Album "Sun Caged" veröffentlichten. Als dieses dann im Jahr 2003 endlich das Licht der Welt erblickte, stürzten sich unsere Ober-Proggies Holger und Peter gleich darauf, und auch 2010 sind sie von "Sun Caged" noch mehr als angetan - wie Holgers Platz 1 deutlich macht. Die beiden dürften wohl vor allem von der Kunst der fünf Holländer beeindruckt gewesen sein, komplexe Songstrukturen mit harmonischen Melodien zu einem gelungenen Ganzen zu verbinden. Bei mir persönlich hat sich "Sun Caged" leider schon viel zu lange nicht mehr in den CD-Player verirrt - vielleicht sollte ich das nun gleich mal ändern.
[Martin Schaich]

Hand in Hand geben sich Caro und Stephan Voigtländer der schwedischen Düsternis hin. KATATONIA lassen von ihrem kommerziellen Erfolg im Jahr 2003 noch recht wenig merken. "Viva Emptiness" ist ein ebenso vertracktes wie packendes Album geworden, das es seinem Hörer aber definitiv nicht leicht macht - eine Eigenschaft, die KATATONIA von Beginn an begleitet. Melancholie ist das Stichwort, das in die Musik, die Texte und das Artwork eingewoben ist, es scheint fast, als wäre Melancholie der Faden, aus dem die Musik der Schweden gewoben ist. "Viva Emptiness" ist das dritte Album nach dem Ausstieg von Mikael Akerfeldt (OPETH, BLOODBATH) und ebenso wie die beiden Vorgänger lediglich mit Klargesang eingesungen - etwas, das die besondere Atmosphäre des Albums noch bestärkt.

JOHN ARCH ist eine Legende. Seine Alben mit FATES WARNING gelten ausnahmslos als Klassiker und haben bis heute nichts von ihrem opulenten Reiz verloren. Anno 2003 tauchte er nach mehr als 15 Jahren Sendepause mit "A Twist Of Fate" wie aus dem Nichts wieder auf und benötigte nur 28 Minuten und zwei Songs, um zu beweisen, dass er auch heute noch nichts von seiner Ausdruckskraft verloren hat. Sein alter Weggefährte John Matheos hat ihm zwei moderne und dennoch mystische Songs direkt auf den Leib gepinselt. Wer 'Relentless' und 'Cheyenne' einmal gehört hat, dürfte zustimmen. Zu schade, dass dies auch schon wieder das letzte musikalische Lebenszeichen des John Arch war. Für Holger und mich war es aber Grund genug, es in unsere Top-10 aufzunehmen.
[Peter Kubaschk]


Platz 14: 20 Punkte

Es wird kauzig, es wird knatterig, es wird traditionell-metallisch, es wird fantastisch, es wird zum ersten mal zukünftig - genug gesagt, es ist Holg-Time! THE LORD WEIRD SLOUGH FEG ist eine der Bands, die ein großes Verständnis an der Materie mit einer unglaublichen Wildheit verbinden, ja, die Alben scheinen jedes für sich genommen wie das Öffnen von Pandoras Kiste. Falls nachkommende Generationen ein Wort finden wollen, das perfekt auf die Band und ihr Werk "Traveller" aus dem Jahr 2003 zutrifft, so wäre es wohl schräg. Und ohne jetzt eine allzu billige Wortspielkonstruktion erzwingen zu wollen, die Eigenschaften der Band mit Eigenschaften meines geschätzten Kollegen Andrae zusammenbringen sollen: "Traveller" ist Platz 3 seiner Top-10 und wird damit in die Top-15 der Jahrescharts 2003 gehoben. Gratulation, ihr verrückten Könner!

Aus einer Kontaktanzeige: "Deine Baggies hängen dir in den Kniekehlen, du bist weiß und hast trotzdem Rasta, du kannst das "r" zwar sprechen, aber keinesfalls schreiben? Dann ruf mich an." So oder ähnlich könnte der gemeine New-Metal/Rock-Hörer den idealen Partner charakterisieren, auf der Such nach einem Leidensgenossen der vielgescholtenen Bewegung. Was haben die Leute alle? KORN sind erfolgreich, und das zurecht. Ihre Mischung aus modernen Grooves, die sie überhaupt erst salonfähig gemacht haben, und einer gehörigen Fuck-Off-Attitüde, machen sie zu einer der wichtigeren Rock-Gruppen des frühen neuen Jahrtausends. Und spätestens Angelina Jolie als Lara Croft in der Single 'Did My Time' erklärt, warum Micha und Sebastian mit "Take A Look In The Mirror" genau dieses Album auf Platz 3 und 4 ihrer Top-Ten gewählt haben - Ästheten halt, nicht wahr?

Platz 13: 21 Punkte


Eher gemäßigt gingen die Norweger EXTOL auf "Synergy" zu Werke. Hatte man auf den beiden ersten Alben noch Death Metal mit Melodie und Prog Elementen zelebriert, so schlug man nun einen moderneren und thrashigeren Pfad ein. Selbst wenn mir persönlich die ersten beiden Veröffentlichungen ("Burial" und "Undeceived") besser gefallen, so haben EXTOL auf "Synergy" doch ebenso ihre Klasse zeigen können und mit dem Deal bei Century Media auch entsprechend auf sich aufmerksam gemacht. Inzwischen haben die Musiker sich leider in verschiedenen Projekten verstrickt, "Synergy" bleibt aber sicherlich in guter Erinnerung und ein Highlight des Jahres 2003 - das finden jedenfalls auch
meine Kollegen Hagen und Georg.
[Stefan Lang]


Platz 12: 22 Punkte


Wir nähern uns mit riesen Schritten der Top-10. Doch, Freunde, lasst uns einen Moment bei einer Band verweilen, die in den Achtzigern zwei derart geile Speed-Metal-Alben veröffentlicht hat und dann zehn Jahre später ein nie geglaubtes Comeback auf den Ladentisch steppte: AGENT STEEL. Nach dem Ausstieg von Meistersirene John Cyriis im Jahre 1988 legte die Band mit dem Neuen am Mikro, Bruce Hall, ein Album vor, das die Konkurrenz aber sowas von hinter sich ließ: "Order Of The Illuminati" war nicht nur etwas, was der Band nach "Omega Conspiracy" niemand mehr zugetraut hätte, sondern ein fast perfektes Ami-Metal-Album der neueren Zeit. Deswegen gibt es quer durch die Redaktion schwer verdiente Punkte, die einerseits glücklich, andererseits traurig stimmen. Denn Meistersänger Bruce ist nun wieder raus, obwohl er sich den Gutwill der Fans endlich erspielt hat. Doch was soll man sagen, seit die Meldung raus ist, dass Mr. Cyriis himself wieder einsteigt, bekomme ich mein fettes Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Platz 10: 24 Punkte


Ihr seid noch dabei? Schön! Denn nun beginnt die Top-10 des Jahres 2003. Und mit was für einem Donnerschlag: MOONSPELL konnten vor allem bei unseren Damen punkten. Gotischer Sex-Appeal trifft dunkle Mythen und eine schwarz-romantische Tugend, die sogar Stephan mit ins Boot holt. Dass es eine gewisse konsentische Mischung ist, die die Portugiesen spielen, zeigt der triumphale... naja, zaghafte Einzug von "The Antidote" in die deutschen Charts von 2003 mit dem Platz 75. In Portugal erreichte die Band sogar Platz 4 und hielt sich dort vier Wochen. Vielleicht ist es die tiefe Detailfülle, die unsere Damen anspricht, vielleicht ist es aber auch das - und ja, das darf ich auch als Mann mit eindeutiger sexueller Fixierung auf das weibliche Geschlecht feststellen - verdammt sexy Organ von Sänger Fernando Ribeiros, der auf "The Antidote" wirklich eine unglaublich tolle Leistung abliefert. Wie auch immer, besser, und das heißt vor allem dunkler, als mit MOONSPELL, lässt sich unsere Top-10 gar nicht einleiten.

Was der Kollege Chwalek anno 2003 gehört hat, als er "Nordland II" von BATHORY in den CD-Player schob, weiß ich nicht - und will ich auch gar nicht wissen. Meine Höreindrücke stehen dem diametral entgegen. Ein Jahr vor dem tragischen Versterben des Meister Quorthon wurde das Album veröffentlicht und stellt damit ein ganz besonderes Werk dar. Es ist das letzte, das der geniale Schwede jemals veröffentlichen würde. "Die Sehnsucht nach der Wurzel seiner Heimat, der Kraft der Natur und der geheimnisvollen Vergangenheit seiner Vorväter waren wohl die treibende Kraft hinter seinen Kompositionen", und stellen für Rüdiger, Martin und mich den Grund für unsere Treue gegenüber diesem Album dar. Auch wenn es musikalisch hinter den Klassikern BATHORYs zurücksteht - sei es "Twilight Of The Gods" oder "Hammerheart" - ist der emotionale Wert dieses Juwels auch nach sieben Jahren ungebrochen.

 

Platz 9: 27 Punkte


Es ist modern, es ist hart, es ist kompromisslos und voll ungezügelter Kraft. Es ist MACHINE HEAD und es ist "Through The Ashes Of Empire". Für Sebastian ist es das Top-Album 2003 und auch Chris, Micha und Stephan folgen dem Weg der Maschineköpfe. Wie groß der Einfluss dieser Band auf den modernen Metal tatsächlich ist, kann wohl niemand so genau sagen. Doch zeitlos ist diese Mischung aus Metal und Moderne allemal, brachte sie den Thrash Metal doch in die Gegenwart. Die Presse, die Fans und ganz besonders Roadrunner konnten sie mit ihrem 2003er absolut überzeugen, was vor allem daran lag, dass sie sich stilistisch wieder mehr in die eigenen Fußstapfen begaben. Rock im Park, Rock am Ring, Rock Hard, was haben die Jungs nicht alles gerockt in der Folgezeit? Die Frage, inwieweit MACHINE HEAD wirklich in ein Genre einzuordnen sind, hat die Korintenkacker unserer Zeit maßgeblich von der Beglückung ihrer Frauen abgehalten - lasst uns den Fehler nicht wiederholen. Fakt ist, dass das, was sie machen, einfach und simpel Metal ist. Ganz ohne Wimps und ohne Poser. Dafür auf die Fresse.

Platz 8: 28 Punkte


Obwohl "Where Moth And Rust Destroy" nicht zu den stärksten TOURNIQUET Veröffentlichungen zählt, finden sich dennoch herausragende Momente - wie in erster Linie der Titeltrack - darauf. Die Gitarrenarbeit ist durch das Mitwirken von Bruce Franklin (TROUBLE) und Marty Friedman (ex-MEGADETH) wieder atemberaubend - ganz im Zeichen der Vorgängeralben der Band. Es ist kaum zu glauben, dass es nun sieben lange Jahre gedauert hat, ehe im Herbst 2010 endlich ein neues Album erscheinen wird. Ted Kirkpatrick ist es in jedem Falle zuzutrauen, dass er mit seinem "Beethoven meets Frankenstein"-Stil wieder für einen Hörgenuss der besonderen Art sorgen wird.
[Stefan Lang]

Platz 6: 32 Punkte


Ein weiterer Hörgenuss der ganz besonderen Art stellt auch die Stimme von NEVERMORE- und SANCTUARY-Frontmann Warrel Dane dar. Doch zunächst löst "Enemy Of Reality" einen Sturm der Entrüstung aus. Doch nicht die Musiker sind schuld, sondern eine faszinierend kurzsichtige und dumme Labelpolitik von Century Media lassen die Nevermaniacs stutzen und auf die Barikaden gehen. Aufgrund des Auslaufens des Vertrags mit der Band kürzten die Helden der Arbeit spontan das Produktionsbudget der Band und zwingen NEVERMORE dazu, unter erschwerten, also mangelhaften Bedingungen zu produzieren. Das hört man der Platte auch an, weshalb es 2005 eine neu abgemischte Version des Albums gab - der Popularität des vormaligen Geheimtipps schadet dies allerdings nicht. Doch warum bedarf es der langen Rede, wenn die Platzierungen in unseren Redakteurslisten sowieso schon alles verraten? Für Regina als erklärte NEVERMORE-Jüngerin ist es das Album des Jahres, Chris vergibt Platz 3, Caro, Pia und Martin Schaich verehren die Seattlanesen ebenso.

Mit den Worten "Besonders. Unbeschreiblich. Besonders unbeschreiblich", leitete Peter seine Rezension zu "In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3" ein, kaum verwunderlich also, dass dieses Album auch sieben Jahre später noch ungebrochen faszinierend für den Prog-Fan ist. Peter und Frank heben das Album auf ihren persönlich Thron und auch Caro und Holg können der Geschichte um das Ehepaar COHEED AND CAMBRIA eine Menge abgewinnen. Das Album zeigt eine gereifte Band, die die Genialität ihrer Ansätze nahezu perfekt umsetzt. Wenn Peter im Forum davon spricht, dass hier eines der zehn besten Alben der letzten Dekade vorliegt, kann man dem Prog-Experten sicherlich getrost vertrauen. Noch hat sich die Progophilie noch nicht zu 100 % in der Redaktion durchgesetzt, aber wer weiß, was die nächsten Jahre bringen werden.

Platz 4: 38 Punkte


Man liebt ihn oder man hasst ihn. Dazwischen liegt verseuchtes Niemandsland und kaum einer, der es betreten hat, ist je wieder zurückgekehrt. KING DIAMOND versteht es wie kein zweiter, das Metal-Klischee zu leben, ohne sich damit lächerlich zu machen, sagen die einen. Die anderen hassen ihn für seinen eigenwilligen Falsett-Gesang und den ewigen Hang zu Horrer. Nun, ich gehöre zur ersten Gruppe. Genau wie Regina und Martin Schaich. Doch die wahren Fans des Königs des Horror-Metals verstecken sich hinter den Namen Rüdiger und Martin Loga. Für beide ist "The Puppet Master" das Top-Album des Jahres, Rüdiger wurde sogar schon dabei gehört, wie er so etwas wie "eines der besten DIAMOND-Alben überhaupt" gesagt haben soll. Schon die ersten Töne von 'The Puppet Master' lösen das Gefühl dieses Gänsehaut-Gefühl aus, "what a mystery feeling", das der King schon immer zu erzeugen wusste. Unterstützt von der genialen Gitarrenarbeit von Andy LaRocque und Mike Wead ist ein tolles Album gelungen, das nicht nur die eingeschworenen Fans begeisterte.

Es wird heiß, wir kommen dem Treppchen immer näher. Doch zunächst eine Band, die in Caro vielleicht einen ihrer größten Fans hat. ANATHEMA wurden von ihr via Fotoapparat schon so oft großartig in Szene gesetzt, wie die Band Melancholie und traurige Schönheit selbst in ihre Musik einzuflechten weiß. Auch für Stephan ist "A Natural Disaster" das Album des Jahres, was kaum verwunderlich ist, wenn man diese Hymnen der Trauer wie 'Balance' oder den Titeltrack mit der wundervoll singenden Schwester des Schlagzeugers John Douglas als Protagonistin hört und sich in den zarten Melodien verliert. Dass die Jungs auch härter zur Sache gehen können, beweist 'Pulled Under At 2000 Metres A Second' - von wegen, ANATHEMA wären nur Softies. Doch selbst in den Momenten vertrackter Härte verliert die Band nicht den traumhaften Charakter ihrer Musik. Und so steht hier zurecht ein Album, das es nur knapp nicht nach ganz oben geschafft hat. Um mit den Worten eines begeisterten Fans zu schließen: "ANATHEMA is better than sex."

Platz 3: 45 Punkte


DasZweitwerk des ehemaligen PSYCHOTIC WALTZ-Frontmannes Devon Graves und seiner Band DEADSOUL TRIBE konnte das bereits gute Debüt noch einmal locker toppen. Emotionale, düstere Hymnen voller lyrischer Kleinode, intensiv und beklemmend, ziehen den Hörer in den Bann. 'In A Garden Made Of Stone' und 'Some Things You Can't Return' sind Höhepunkte, die mit alternativ angehauchten Songs wie 'Angels In Vertigo' oder Rockern wie 'Feed, Pt I: Stone By Stone' einen etwas leicht verdaulicheren Gegenpart haben. "A Murder Of Crows" ist ein dem Meister zweifellos angemessenes Album und bislang wohl der Höhepunkt seiner Solo-Karriere, was immerhin Punkte von Caroline, Eike, Holger, Peter, Regina und mir einbrachte und das Album aufs Treppchen stellte.
[Frank Jäger]

Platz 2: 52 Punkte


Für mich ist es eine Überraschung, ANTHRAX tatsächlich die Silbermedaille überreichen zu dürfen. Mitten in die Post-2001 geführte Diskussion über den Namen der Band feuerten die Urgesteine des US-Metals nach einer fünfjährigen Wartepause ihr neuestes Werk in die hungrige Szene. "We've Come For You All" bietet dabei nicht nur eine unheimlich aggressive und heftige Band, sondern beinhaltet auch ein ganz besonderes Schmankerl für alle PANTERA-Fans. Ein Jahr vor dem tragischen Tod des Meistergitarristen konnten ihn nämlich ANTHRAX für zwei Songs als Leadgitarristen gewinnen. Roger Daltrey von THE WHO veredelt 'Taking The Music Back' mit seiner Stimme. Nach dem Sammeln der Fakten ist die hohe Chartplatzierung eigentlich gar nicht mehr so überraschend. Vor allem Chris war 2003 wohl hin und weg, doch auch Peter, Frank, die beiden Martins, Regina und Stefan ließen sich von diesem lautstarken Album überzeugen.

Platz 1: 61 Punkte


Wow, dass die Powermetal.de-Redaktion eine lautstarke OPETH-Brigade in ihren Reihen beheimatet, war mir ja durchaus bewusst. Dass die Schweden aber derart präsent und dominant in den 2000ern regieren, habe ich so nicht abgesehen. Nach den Metal-Alben "Deliverance" (Platz 3, 2002) und "Blackwater Park" (Platz 1, 2001) steht mit "Damnation" aber wohl das ungewöhnlichste OPETH-Album auf dem ersten Platz unserer Jahrescharts. Dieses Album markiert einen wichtigen Punkt in der Karriere der Band und kann durchaus als Zäsur verstanden werden. Nach dem kontinuierlichen Wachsen der Band, erschloss "Damnation" - als reines Balladen-Album nahezu ohne echte Metal-Eskapaden - auch außerhalb der Szene neue Fans für die Stockholmer. Die Stimmung des Albums ist unheimlich emotional und intensiv, wahrscheinlich überraschte das Ergebnis nicht nur die Fans, sondern auch die Band. Kalkül möchte ich bei diesen zarten Melodien definitiv nicht unterstellen, eher eine geniale Eingebung. Für Elke stellt das Album gar den 1. Platz, auch Micha lässt sich gerne von diesen zarten Melodien einfangen. Interessant ist, dass die Redaktion fast in zwei Teile gespalten ist. Denn für "Damnation" haben einige überhaupt keine Punkte gezückt - da scheint die Ruhe fast in Langeweile umzuschlagen. Mir fällt es unheimlich leicht, mich in die vertrackten Melodien fallen zu lassen und ich freue mich, dass auch ein herausragendes, einzigartiges Album im Backkatalog einer sehr variablen Band den Titel der Jahrescharts 2003 gewinnen kann. Ihr erinnert euch an ANATHEMA? - "OPETH is better than ANATHEMA".



Im Forum ist eure Meinung zu diesem Artikel, den vorgestellten Alben und allen Rock- und Metalthemen des Jahres 2003 gefragt.

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Zum Abschluss die Siegerlisten der einzelnen Kollegen:

Sebastian Berning:

1.    MACHINE HEAD - Through The Ashes Of Empires
2.    AS I LAY DYING - Frail Words Collapse
3.    FALL OUT BOY - Take This To Your Grave
4.    KORN - Take A Look In The Mirror
5.    AVENGED SEVENFOLD - Waking The Fallen
6.    FUNERAL FOR A FRIEND - Casually Dressed & Deep In Conversation
7.    RADIOHEAD - Hail To The Thief
8.    HIM - Love Metal
9.    IRON MAIDEN - Dance Of Death
10.  CRADLE OF FILTH - Damnation And A Day

Michael Kulueke:

1.    OPETH - Damnation
2.    KILLING JOKE - Killing Joke 2003
3.    KORN - Take A Look In The Mirror
4.    MACHINE HEAD - Through The Ashes Of Empires
5.    MUSE - Absolution
6.    WIR SIND HELDEN - Die Reklamation
7.    TYPE O NEGATIVE - Life Is Killing Me
8.    CHIMAIRA - The Impossibility Of Reason
9.    IN EXTREMO - 7
10.  KRAFTWERK - Tour De France
Holger Andrae:

1.    SUN CAGED - Sun Caged
2.    POVERTY'S NO CRIME - Chemical Chaos
3.    THE LORD WEIRD SLOUGH FEG - Traveller
4.    JOHN ARCH - A Twist Of Fate
5.    DEAD SOUL TRIBE - Murder Of Crows
6.    BALLISTIC - Ballistic
7.    STYX - Cyclorama
8.    AGENT STEEL - Order Of The Illumninati
9.    COHEED & CAMBRIA - In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3
10.  OPETH - Damnation

Hagen Kempf:

1.    ENSLAVED - Below The Lights
2.    NAGLFAR - Sheol
3.    DYING FETUS - Stop At Nothing
4.    HELRUNAR - Grátr
5.    POISON THE WELL - You Come Before You
6.    MUSE - Absolution
7.    ABORTED - Goremageddon (The Saw And The Carnage Done)
8.    EXTOL - Synergy
9.    MISERY INDEX - Retaliate
10.  OPETH - Damnation

Martin Schaich:

1.    CAGE - Darker Than Black
2.    ANTHRAX - We've Come For You All
3.    DOOMSWORD - Let Battle Commence
4.    KING DIAMOND - The Puppet Master
5.    DREAM THEATER - Train Of Thought
6.    THE LORD WEIRD SLOUGH FEG - Traveller
7.    BALLISTIC - Ballistic
8.    TWISTED TOWER DIRE - Crest Of The Martyrs
9.    NEVERMORE - Enemies Of Reality
10.  BALANCE OF POWER - Heathen Machine

Frank Jäger:

1.    COHEED & CAMBRIA - In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3
2.    ARENA - Contagion
3.    DEAD SOUL TRIBE - Murder Of Crows
4.    ANATHEMA - Natural Disaster, A
5.    FRAMESHIFT - Unweaving The Rainbow
6.    AGENT STEEL - Order Of The Illuminati
7.    TOURNIQUET  - Where Moth And Rust Destroy
8.    KAMELOT - Epica
9.    ANTHRAX  - We've Come For You All
10.  PRIDE OF LIONS - Pride Of Lions

Peter Kubaschk:

1.    COHEED & CAMBRIA - In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3
2.    JOHN ARCH - A Twist Of Fate
3.    HAREM SCAREM - Higher
4.    ANTHRAX - We've Come For You All
5.    AMPLIFIER - Amplifier
6.    SUN CAGED - Sun Caged
7.    DEADSOUL TRIBE - A Murder Of Crows
8.    ARENA - Contagion
9.    DREAM THEATER - Train Of Thought
10.  STYX - Cyclorama

Elke Huber:

1.    OPETH - Damnation
2.    MOONSPELL - The Antidote
3.    SWALLOW THE SUN - Tomorrow Never Came
4.    GREEN CARNATION - A Blessing in Disguise
5.    ADAGIO - Underworld
6.    SHAM RAIN - Empty World Excursion
7.    ANATHEMA - A Natural Disaster
8.    A PERFECT CIRCLE - Thirteenth Step
9.    EVERGREY - Recreation Day
10.  CIRCLE II CIRCLE - Watching in Silence

Georg Weihrauch:

1.    TOURNIQUET - Where Moth And Rust Destroy
2.    LORDI - Get Heavy
3.    EXTOL - Synergy
4.    SEVENTH AVENUE - Between The Worlds
5.    KEKAL - 1000 Thoughts Of Violence
6.    RAGE - Soundchaser
7.    ELUVEITIE - Ven
8.    BRAINSTORM - Soul Temptation
9.    NARNIA - The Great Fall
10.  ROUGH SILK - End Of Infinity

Chris Staubach:


1.    ANTHRAX - We've Come For You All
2.    EVANESCENCE - Fallen
3.    NEVERMORE - Enemies Of Reality
4.    KISS - Symphony - Alive IV
5.    SOILWORK - Figure Number Five
6.    HAREM SCAREM - Higher
7.    MACHINE HEAD - Through The Ashes Of Empires
8.    KORN - Take A Look In The Mirror
9.    MNEMIC - Mechanical Spin Phenomena
10.  GODSMACK - Faceless

Caroline Traitler:


1.    ANATHEMA - A Natural Disaster
2.    OPETH - Damnation
3.    DEADSOUL TRIBE - A Murder Of Crows
4.    KATATONIA - Viva Emptiness
5.    GREEN CARNATION - A Blessing In Disguise
6.    EVERGREY - Recreation Day
7.    A PERFECT CIRCLE - Thirteenth Step
8.    COHEED & CAMBRIA - In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3
9.    NEVERMORE - Enemies Of Reality
10.  CIRCLE II CIRCLE - Watching In Silence

Stefan Lang:

1.    KING’S X – Black Like Sunday
2.    TOURNIQUET - Where Moth And Rust Destroy
3.    EXTOL - Synergy
4.    KEKAL - Thoughts Of Violence
5.    ANTHRAX - We’ve Come For You All
6.    MASTERPLAN - Masterplan
7.    IRON MAIDEN - Dance Of Death
8.    TO/DIE/FOR - Jaded
9.    METALLICA - St. Anger
10.  CRIMSON MOONLIGHT - The Covenant Progress

Regina Löwenstein:

1.    NEVERMORE - Enemies Of Reality
2.    DEADSOUL TRIBE - A Murder Of Crows
3.    DEVIN TOWNSEND BAND - Accelerated Evolution
4.    ANTHRAX - We've Come For You All
5.    STRAPPING YOUNG LAD - s/t
6.    VOIVOD - Voivod
7.    KING DIAMOND - The Puppet Master
8.    PELICAN - Australasia
9.    IRON MAIDEN - Dance Of Death
10.  MOONSPELL - The Antidote

Pia-Kim Schaper:

1.    SONATA ARCTICA – Winterheart`s Guild
2.    STRATOVARIUS – Elements Pt. 1
3.    NORTHER – Mirror Of Madness
4.    OMNIUM GATHERUM – Spirits And August Light
5.    DIE APOKALYPTISCHEN REITER – Have A Nice Trip
6.    MOONSPELL  - The Antidote
7.    NEVERMORE - Enemies Of Reality
8.    RAGE  - Soundchaser
9.    DEATHSTARS – Synthetic Generation
10.  LORDI - Get Heavy

Stephan Voigtländer:

1.    ANATHEMA - A Natural Disaster

2.    KATATONIA - Viva Emptiness

3.    DIE APOKALYPTISCHEN REITER – Have A Nice Trip
4.    BLIND DOG - Captain Dog Rides Again

5.    MOONSORROW - Kivenkantaja
6.    MOONSPELL - The Antidote
7.    THE HIDDEN HAND - Divine Propaganda
8.    OPETH - Damnation
9.    ARCH ENEMY - Anthems Of Rebellion
10.   MACHINE HEAD - Through The Ashes Of Empires

Rüdiger Stehle:


1.    KING DIAMOND - The Puppet Master
2.    TYR - Eric The Red
3.    YAT-KHA - Tuva.Rock
4.    GAISEN MARCH - Gaisen March
5.    DARKTHRONE - Hate Them
6.    BATHORY - Nordland II
7.    FALKENBACH - Ok Nefna Tysvar Ty
8.    WHILE HEAVEN WEPT - Of Empires Forlorn
9.    REVEREND BIZARRE - Harbinger Of Metal
10.  AGENT STEEL - Order Of The Illuminati

Eike Schmitz:

1.    LIQUID GOD - Nangol
2.    SUCH A SURGE - Rotlicht
3.    OPETH - Damnation
4.    DEATH CAB FOR CUTIE - Transatlanticism
5.    MOLOKO - Statues
6.    DEADSOUL TRIBE - A Murder Of Crows
7.    MOTHER TONGUE - Ghost Note
8.    DRIVE-BY TRUCKERS - Decoration Day
9.    MUFF POTTER - Heute wird gewonnen, bitte.
10.  PLACEBO - Sleeping With Ghosts

Martin Loga:

1.    KING DIAMOND - The Puppet Master
2.    DIMMU BORGIR - Death Cult Armageddon
3.    DOOMSWORD - Let Battle Commence
4.    BATHORY - Nordland II
5.    NAGLFAR - Sheol
6.    SLOUGH FEG - Traveller
8.    DESTRUCTOR - Sonic Bullet
8.    AGENT STEEL - Order Of The Illuminati
9.    ANTHRAX - We've Come For You All
10.  DESTRUCTION - Metal Discharge

Julian Rohrer:


1.    CIRCLE II CIRCLE - Watching In Silence
2.    BATHORY - Nordland II
3.    OPETH - Damnation
4.    FALKENBACH - Ok Nefna Tysvar Ty
5.    AGENT STEEL - Order Of The Illuminati
6.    MACABRE - Murder Metal
7.    RAWHEAD REXX - Diary In Black
8.    DIMMU BORGIR - Death Cult Armageddon
9.    CARPATHIAN FOREST - Defending The Throne Of Evil
10.  SHINING FURY - Last Sunrise


Unser Wertungssystem:


Platz 01: 12 Punkte
Platz 02: 10 Punkte
Platz 03: 8 Punkte
Platz 04: 7 Punkte
Platz 05: 6 Punkte
Platz 06: 5 Punkte
Platz 07: 4 Punkte
Platz 08: 3 Punkte
Platz 09: 2 Punkte
Platz 10: 1 Punkt

Für jede doppelte Nennung eines Albums gibt es einen Bonus-Punkt.

Redakteur:
Julian Rohrer
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