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Im Rückspiegel: Warrel Dane

03.01.2018 | 23:12

Das Vermächtnis von Warrel Dane.

"Warrel Dane" - eigentlich benötigt es für die Einleitung nicht mehr als den Namen eines der beliebtesten und bodenständigsten Vertreters der gesamten Metal-Szene. Der Sänger schaffte es wie kein anderer, mit seinen Bands sowohl die Basis der treuen Metal-Gemeinde als auch die progressiven und moderner orientierten Metalheads zu begeistern.

Wir haben seinen tragischen Tod zum Anlass genommen, auf sein gesamtes Schaffen zurückzublicken und teilen mit euch unsere besonderen Momente, die wir mit Dane erlebt haben. Dabei gehen wir chronologisch vor, fangen mit seinen ersten musikalischen Gehversuchen mit SERPENT'S KNIGHT (an dieser Stelle haben wir uns die allumfassende Compilation "Silent Knight... Of Myth And Destiny" vorgeknöpft, die jedoch erst 2010 veröffentlicht wurde) an und beenden die Reise mit dem letzten SANCTUARY-Album "The Year The Sun Died". Den Nachruf unseres Chefredakteurs Peter könnt ihr hier nachlesen. Viel Spaß mit unserer Retrospektive.

PS: Alle Überschriften enthalten Links zu Reviews zu den Alben (bei "Refuge Denied" ist es die Rezension zu "Inception")

SERPENT'S KNIGHT - "Silent Knight... Of Myth And Destiny"

Dass Warrel Dane vor SANCTUARY schon im Metalzirkus aktiv war, ist den wenigsten bekannt. Dabei wurde unter dem Bandnamen SERPENT'S KNIGHT 1983 schon ein Album ("Released From The Crypts") veröffentlicht. 2010 haben Shadow Kingdom Records auf einer Doppel-CD das gesammte Schaffen von SERPENT'S KNIGHT veröffentlicht. Neben 15 Songs mit Warrel Dane gibt es weitere 10 Aufnahmen aus dem Jahr 1989 mit einem zweiten Sänger. Alle 25 Nummern bewegen sich auf Proberaum-/Demo-Niveau - das gilt leider auch für das frühe Vinyl-Album mit Warrel am Mikro. Trotzdem finde ich die Aufnahmen durchaus hörenswert. Sie zeigen, welche Genialität Warrel schon in den ganz frühen Jahren als Sänger hatte. Die Qualität von "Refuge Denied" wird noch nicht erreicht, und wer sich eine wunderbare Produktion wünscht, wird beim Anhören sicher entsetzt sein. Aber Warrel veredelt die rohen Songs und zeigt, dass mit einem entsprechenden Budget und einem fähigen Soundmann hier auch ein kleiner US-Metal-Klassiker hätte entstehen können. Interessant: Auch schon mit dieser frühen Band hat Dane 'White Rabbit' von JEFFERSON AIRPLANE gecovert.

Insgesamt ist die Compilation natürlich nicht essenziell. Für Liebhaber des verrückten Dane-Gesangs ist sie aber eine höchst interessante archäologische Fundgrube.

[Jonathan Walzer]

SANCTUARY - "Refuge Denied"

FLOTSAM AND JETSAM und TESTAMENT - deswegen waren wir unterwegs. 1988. 28. Mai. Dass jeder von uns gerne nochmal dahin zurückbeamen möchte, ist klar. Doch nicht so klar war, dass diese beiden Bands am Ende des Tages von den anderen beiden Bands geschlagen werden würden. Die Übeltäter des Tages hießen LÄÄZ ROCKIT und SANCTUARY. Letztere durften den Reigen eröffnen und ließen es richtig krachen. Besonders angetan waren wir von dem Sänger mit seiner langen, blonden Mähne. War ich letztes Jahr noch beeindruckt gewesen, dass John Cyriis tatsächlich so *hoch* singen konnte, war ich es damals darob, dass dieser Mann so hoch *singen* konnte! Großartige Melodien, gepackt in wirklich mitreißende Songs. Beachtlich auch deswegen, weil ich das Album "Refuge Denied" zu diesem Zeitpunkt gar nicht kannte. Der Gig war kurz, ich bin nicht mehr sicher, ob es überhaupt eine halbe Stunde war, aber es schien definitiv weniger. Von diesem Moment an habe ich die Band, die mit dem zweiten Album ein zeitloses Meisterwerk ablieferte, und vor allem Warrel Danes Werdegang aufmerksam verfolgt. Noch in diesem Jahr habe ich im Regen von Wacken gestanden und Warrel Dane mit SANCTUARY gesehen. Ganz fit sah er nicht aus, aber dass es das letzte Mal gewesen sein soll, dass ich Warrel, den ewigen Langhaarigen, sehen und hören sollte, trifft mich äußerst unerwartet. Thank you for the music, Warrel!

[Frank Jäger]

SANCTUARY - "Into The Mirror Black"

Ich gebe zu: Dieses Album war für mich lange ein Mythos. In einem Rock-Hard-Buch hatte ich den Titel gefunden, ziemlich weit oben in der Liste der besten Alben aller Zeiten. Lange war Warrel Dane für mich aber nur der NEVERMORE-Fronter, den ich schon seit 2005 als großartigen Sänger bewunderte. Seine Frühwerke fing ich erst 5 Jahre später an zu suchen, und ich war erst mal total happy: Hier gibt es wesentlich "altmodischeren" Metal, und das passte mir 2010 gut in den Kram, da ich eh auf den Underground-Zug aufgesprungen war. 'Future Tense' schaut in das aus meiner Sicht skurrile Neunziger-Jahrzehnt (meine Kindheit) hinein, und ich empfinde den Text dadurch ähnlich schräg wie 'Learning To Live' von DREAM THEATER. Mittlerweile feiere ich seit sieben Jahren 'Into The Mirror Black' und bin bei Dane scheibentechnisch komplettiert. Trotzdem ist mein SANCTUARY-Erstkontakt von besonderer Bedeutung für mich. Dieses Album (mit einem absolut unglaublichen Artwork) fasziniert mich, und anders als bei späteren Depri-Anflügen im NEVERMORE-Gewand höre ich die Songs absolut gut gelaunt. Das hier ist Fistraising-Metal, und für mich gehört "Into The Mirror Black" nicht nur zu den besten Metal-Alben aller Zeiten, sondern auch zu denen, die mir ein fröhliches Grinsen ins Gesicht treiben. Anders als bei vielen anderen Lieblingsalben von mir habe ich hier nie ernsthaft versucht, mitzusingen - bei Dane kann eh keiner mithalten, es ist nicht nur zu hoch, sondern auch zu eigen.

[Jonathan Walzer]

Siehe auch: POWERMETAL.DE: THE ESSENTIALS - PLATZ 20 - 11

NEVERMORE - "Nevermore"

nevermore debut coverDurch die ersten beiden Alben sowie das Live-Erlebnis, das uns die Formation auf ihrer Tournee zusammen mit FATES WARNING und SECRECY im Wiener "Rockhaus" geboten hatte, war ich zum glühenden Fan von SANCTUARY geworden. Die Bandauflösung in den frühen 90ern traf daher auch mich wie ein Schlag ins Gesicht. Doch es sollte nicht allzu lange dauern, ehe Methadon in Sicht war. Konkret war es der legendäre Sampler "Underdogs Vol.II - To Conquer The Border", auf dem sich NEVERMORE vorstellig machte. Neben diversen anderen Underground-Heroen wie ANGELLIC RAGE, MORIAH oder FEAR OF GOD bekam man auf diesem Teil auch 'Garden Of Gray' zu hören, einen Track, der bis heute zu meinen Alltime-Favoriten zählt.

Neben sieben weiteren früheren Kompositionen der Herren Dane, Sheppard und Loomis, die aus der Asche von SANCTUARY zusammen mit Drummer Van Williams ihre neue Band aus der Taufe hoben, war auch dieser Track auf dem selbstbetitelten Debütalbum verewigt. Retrospektiv betrachtet mag man durchaus der Meinung sein, dass diese Scheibe weder den technischen Ansprüchen der späteren Monumental-Werke der Truppe gerecht wird, noch kann der - obwohl von Neil Kernon produzierte - Sound mit der druckvollen Umsetzung des Materials von beispielsweise "Dead Heart In A Dead World" mithalten; an der Klasse der Songs ändert das aber nichts. Die waren zwar allesamt weit weniger brachial als man die Band später zu hören bekam, verfügten aber über dermaßen intensive, eindringliche Hooks, dass man gar nicht anders konnte als begeistert mitzumachen und mitzusingen.

Egal, ob man den kraftvollen Opener 'What Tomorrow Knows', die Halb-Ballade 'The Sanity Assassin', den bereits erwähnten Ohrwurm, das doomig angehauchte, balladeske 'The Hurting Words' oder gar das abgefahrene 'Timothy Leary' wählte, der Anziehungskraft der Songs konnte man sich einfach nicht entziehen. Diese war sowohl der Musik zuzuschreiben, die schlicht und ergreifend mitreißend ausgefallen war, noch mehr aber dem einfach nur genialen, unter die Haut gehenden Gesang von Warrel. Von daher war es auch logisch, die Band auf ihrer ersten Europa-Tournee im Vorprogramm von BLIND GUARDIAN in Wien zu unterstützen. Doch nicht nur der Auftritt selbst sollte uns nachhaltig in Erinnerung bleiben. Da sich die Musiker (inklusive dem später zu CANNIBAL CORPSE abgewanderten Pat O'Brien, der bis 1996 bei NEVERMORE aktiv war) allesamt als überaus angetan von den Fans zeigten, sollte sich daraus sogar eine Art lose Freundschaft entwickeln.

Die wurde in Folge bei unzähligen weiteren Konzertbesuchen im In- und Ausland (unter anderem auf der damals quer durch Deutschland gondelnden Festival-Reise namens "Summer Metal Meetings", bei denen neben NEVERMORE u.a. auch ICED EARTH und SAVATAGE zu sehen waren) gepflegt und, zugegeben, mitunter auch etwas mehr als nur feuchtfröhlich gefeiert (diesbezüglich dürfte die Tournee mit MORGANA LEFAY anno 1999 die Top-Position einnehmen, etwas Genaueres weiß ich aber leider auch nicht mehr und selbst Rückfragen in Schweden haben nicht weitergeholfen...).

Bevor uns Warrel 1999 zu sich in sein damaliges Apartment an den Lake Washington zu einem Barbecue einlud (die wir - insgesamt fünf Personen auf US-Urlaubsreise - selbstredend dankend annahmen), sollten sich bei, während und nach den von uns besuchten Gigs immer wieder denkwürdige Ereignisse ergeben, die auf ewig in Erinnerung bleiben werden. Ebenso aber auch, dass man mit Warrel sowohl durchaus tiefgründige, gerne auch philosophische Gespräche führen konnte und darüber hinaus war es bereichernd mit ihm über diverse Underground-Bands zu diskutieren, schließlich war er immer auf dem aktuellsten Stand.

Allen voran wusste er über die Szene in seiner Heimatstadt bestens Bescheid, nicht zuletzt weil NEVERMORE sich mit zig anderen Formationen einen leerstehenden Bunker als Proberaum teilten. Unvergessen bleibt für mich daher auch, dass wir, als uns Warrel in eben jenen "Bunker" ausführte, bei einer inoffiziellen Bandprobe "Dreaming Neon Black" nahezu am Stück genießen durften. Mit Warrel Dane hat die Musikwelt nun nicht nur einen weiteren ganz großen Sänger (auch wenn seit der SANCTUARY-Reunion die Anzahl der kritischen Stimmen in Hinblick auf seine Leistung und Darbietungen immer größer wurde) verloren; wer ihn kennenlernen durfte, wird ihn auch als Menschen vermissen. Ruhe in Frieden, Warrel - eines Tages treffen wir uns wieder!

[Walter Scheurer]

NEVERMORE - "In Memory"

Wie wohl jeder Fan von Warrel Dane habe auch ich natürlich in den Tagen und Wochen nach seiner Todesmeldung in seinem Katalog gewühlt, mir Gedanken darüber gemacht, was mir der Mann mit dieser so außergewöhnlichen Stimme alles gegeben hat. Klar, "Into The Mirror Black" und "Dead Heart In The Dead World", zwei Alben die wohl ewig in meiner Top20 landen werden. Die eine verbunden mit vielen Jugenderinnerungen als 15-jähriger. Die andere verbunden mit dem Tod meines Vaters.

Und dann ist da noch die wohl beste EP, die in meinen Ohren je veröffentlicht wurde. Diese Meinung habe ich bereits seit ich im Sommer 1996 die beiden völlig gigantischen Songs 'Matricide' (vielleicht der beste NEVERMORE-Song ever) und 'In Memory' gehört hatte. Dazu kommen natürlich noch die fabelhaften Gigs im Vorprogramm von ICED EARTH. Die Tour habe ich sowohl in Bochum im August wie auch in Köln im September besucht, zuvor schon - wie Kollege Walter, der das Foto unten stellt - bei den Summer Metal Meetings, nur eben in Hagen.

nevermore tickets

Warrel war damals stimmlich voll auf der Höhe und Songs gab es lediglich von besagter EP, dem fabulösen NEVERMORE-Debüt und mindestens 'Sanctuary' von der Vorgängerband, wenn überhaupt wurde nur 'The Seven Tongues Of God' vom zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichten Nachfolgealbum gespielt. Aber da kann mich meine Erinnerung auch trügen. Auf jeden Fall standen bei 'Matricide' alle Haare am Körper stramm. Mit gerade 21 Jahren dies in der ersten Reihe erleben zu dürfen, war sicher einer der prägenden Live-Momente in meinem Leben. Melodie, Kraft, Leid und so viel mehr in diesen Zeilen vereint, in einem Text, der auch mehr als 21 Jahre später noch zeitgemäß ist.

Und letztendlich zeugt auch meine noch etwas unbeholfene Rezension aus dem Jahr 2001 hier, eine der ersten, die ich überhaupt geschrieben habe, welchen Stellenwert diese fünf Songs für mich hatten, haben und immer haben werden.

[Peter Kubaschk]

NEVERMORE - "The Politics Of Ecstasy"

Wir schreiben das Jahr 1996: Traditioneller Heavy Metal ist immer noch mausetot, Thrash Metal existiert seit METALLICAs szeneintern kritisierten "Load"-Totalausfall auch nicht mehr, und abgesehen von Bands wie ICED EARTH und BLIND GUARDIAN gibt es nur wenige Hoffnungs- und Würdenträger, die das Vermächtnis in eine neue Zeit retten können, deren Dauer und Existenz jedoch noch völlig ungeklärt sind. Auch einer Band wie NEVERMORE hatte man nach dem sagenhaften Debüt eine Menge zugetraut, doch dass die Initialzündung so rasch kommen würde, hätten sich die Seattle-Jungs seinerzeit sicherlich auch nicht erhofft. "The Politics Of Ecstasy" wurde in mehreren Gazetten zum Album des Monats gewählt, ein Track wie 'Next In Line' durfte auf keiner Heftbeilage fehlen, und die anschließende Tour im Vorprogramm von Krefelds Finest geriet zum chaotischen Triumphzug, auf dem die trinkfeste Bande die kleinere Westfalenhalle seinerzeit in Schuttt und Asche legte. Als Songs wie das deftige 'The Seven Tongues Of God', das verschachtelte 'The Tiananmen Man' und der fabelhafte Midtempo-Thrasher 'This Sacrament' zum ersten Mal die Runde machten, keimte so etwas wie Hoffnung auf - denn es schien ganz so, als würde der traditionelle US-Metal, wie ihn Dane und Co. schon bei SANCTUARY fabrizierten, auf einem höheren Aggressionslevel wieder zurückkehren. Und während man als Neuling in der Szene irgendwann satt war, immer wieder die alten Kamellen von AC/DC, MAIDEN und METALLICA zu studieren, weil der Sektor nichts Neues bieten konnte, stieg die Bewunderung für ein mutiges Album, das vor allem in Sachen Gitarrenperformance vielleicht sogar die bis heute beste Arbeit eines Jeff Loomis geblieben ist. Ganz zu schweigen von der massiven Leidenschaft, die Warrel Dane in dieses durchaus kritische Werk gesteckt hat. "The Poltics Of Ecstasy" wird in der Liste der ganz großen Power/Thrash-Alben gerne mal vergessen. Dabei werden selbst Fans von alten WATCHTOWER/HADES/ANACRUSIS-Glanztaten zugestehen müssen, dass die Platte nach wie vor ein Top Ten-Produkt in diesem Business ist - und wahrscheinlich für immer bleiben wird.

NEVERMORE - "Dreaming Neon Black"

Es werden sich vielleicht nicht mehr allzu viele Personen an das letzte wirkliche Dynamo Open Air in Eindhoven erinnern; METALLICA wurde seinerzeit zum Headliner eines maximal chaotischen Festivalerlebnisses erkoren, MERCYFUL FATE befand sich (das konnte damals noch niemand ahnen) auf der letzten Gastspielreise, MANOWAR durfte noch die ganz großen Muskeln spielen lassen und der Black Metal zertrümmerte die Zeltbühnen mit einzigartigen Shows von CRADLE OF FILTH und DIMMU BORGIR. Und während die Sanitäranlagen brannten, das Wetter alle möglichen Gesichter zeigte und niemand mehr glaubte, dass dieses Happening noch ein größeres Highlight produzieren konnte, erklang aus den Boxen der kleinen Nebenbühne das 'Ophidian'-Intro, dicht gefolgt von einem alles zertrümmernden 'Beyond Within', mit dem sich NEVERMORE einen der bis heute größten Circle Pits ihrer Karriere sicherte. Es war der Auftakt zu einer extrem intensiven Show, die lediglich noch von einigen Gigs auf der "Dead Heart In A Dead World"-Tour getoppt werden konnte, aber eben noch alle Klassiker lieferte, die die Band in späteren Jahren nur noch sehr selten auf die Bühne bringen konnte. Mit dem Titelsong des neuen Albums ließ die Band kurzzeitig die Emotionen aufflackern, doch es waren vor allem die Thrash-Granaten von "Dreaming Neon Black", die für ein unvergessliches Erlebnis sorgten - und in meiner Erinnerung immer noch zu den größten Momenten in knapp 25 Jahren Konzerterfahrung gehört.

Ich habe die Band auf dieser Tour noch mehrfach gesehen, etwa als sie die Neuauflage von METAL CHURCH einfach so von der Bühne fegte oder im legendären Biebob-Club in Belgien. Und auch wenn die Jungs zu dieser Zeit immer gut was intus hatten; ich glaube, dass Warrel Dane und Konsorten sich nie so gut verstanden haben wie bei den Aufnahmen und der nachfolgenden Tour zu "Dreaming Neon Black", das gemeinsam mit seinem Nachfolger immer noch eines meiner drei Lieblingsalben überhaupt ist. Emotionen, anspruchsvolle Arrangements, eine einzigartige Gesangsperformance und zuletzt diese Unberechenbarkeit, die sich auch in der packenden Atmosphäre der 13 Stücke widerspiegelte: "Dreaming Neon Black" hat mein Verständnis von progressivem und technischem Metal im Allgemeinen geprägt und ist bis heute die Blaupause geblieben - davon werde ich auch nie mehr abweichen!

[Björn Backes]

NEVERMORE - "Dead Heart In A Dead World"

Aus meiner Sicht ist NEVERMORE drei Mal der Sprung in den metallischen Olymp gelungen: Mit dem späten US-Metal-Meisterwerk "Nevermore" (das mich erst spät begeistern konnte), dem technisch-emotionalen Knaller "This Godless Endeavor" und dem (damals) modernen Rifffeuerwerk "Dead Heart In A Dead World". Was Jeff Loomis und Co. an den Saiten abziehen, ist der blanke Wahnsinn, und Warrel Dane, um den es hier ja hauptsächlich geht, singt, leidet, schreit wie vielleicht nur noch auf dem SANCTUARY-Debüt. Das Album bläst mich heute noch genauso an die Wand wie bei der Erstlauschung (bei mir war das 2009). So intensiv wie auf diesem Scheibchen habe ich NEVERMORE wohl nur noch einmal empfunden (2005). Wenn ich an NEVERMORE denke, habe ich meist den Titelsong dieses Albums im Ohr - und das ein oder andere Mal auch eine Träne im Auge, nicht erst seit dem zu frühen Tod des Meistersängers. Mein erstes Studiensemester wurde durch einige Scheiben geprägt - die 2009er Alben von WHILE HEAVEN WEPT, CRESCENT SHIELD, ANVIL CHORUS oder SLOUGH FEG - und eben dieses wunderbare Werk. Wenn Dane hier ansetzt, läuft es mir kalt den Rücken runter.

[Jonathan Walzer]

Eine Anekdote noch zur anschließenden Tour: Die Festival-Shows zu "Dead Heart In A Dead World" gerieten auch zu unsäglichen Spelzeiten immer wieder zum speziellen Event, weil sich die Band die Gelegenheit nicht nehmen ließ, zum großen Finale alle Leute auf die Bühne zu bitten - und die Security dementsprechend zu beschäftigen. Bereits bei der 2002er Ausgabe des Graspop Metal Meetings lud Mr. Dane seine Anhänger ein, ihm auf den Brettern beizustehen und 'The Sound Of Silence' zu nutzen, alles in Schutt und Asche zu legen. Als ich schließlich auf die Bühne gelangte, bekam ich direkt einmal Loomis' Gitarrenhals gegen den Kopf - versehentlich, aber dennoch mit anständiger Wucht. Mehr als 50 Leute standen nachher mit der Band ganz oben und feierten die ungekrönten Könige des progressiven Thrash Metals. Doch es sollte noch heftiger werden - und für eine Person ganz blamabel. Nur wenige Wochen später veranstaltete NEVERMORE die gleiche Aktion noch einmal, und zwar beim Bang Your Head Festival in Balingen. Die Jungs halfen ihren Fans höchstpersönlich auf die Bühne, einige surften direkt wieder zurück, und am Ende stand für eine Weile nur noch der gute Herr Backes auf der Bühne, als die Band METALLICAs 'Ride The Lightning' anstimmte. Und als Warrel mir das Mikro hinhielt, bekam ich plötzlich keinen Ton mehr raus. Es gab die ersten Pfiffe, bis ich schließlich wieder zur Besinnung kam und gemeinsam mit ihm das Lied zu Ende brachte. Bei der nachfolgenden Autogrammstunde wurde ich zwar mit einigen Bierchen für den Fauxpas entschädigt; doch irgendwie schämt man sich auch 15 Jahre später noch. Aber ein Erlebnis war's, genauso wie jede andere der insgesamt 13 Shows, die ich gemeinsam mit dieser grandiosen Band erleben durfte.

[Björn Backes]

Siehe auch: Weiteres Review zum Album

NEVERMORE - "Enemies Of Reality"

Was Warrel Danes Schaffen angeht, gehöre ich definitiv zu den Spätstartern. Mit SANCTUARY hatte ich damals keine Berührungspunkte, konnte bis heute auch nur der Reunion-Scheibe etwas abgewinnen. Meine erste Dane-Experience hatte ich erst mit NEVERMORE. Ich kann mich noch daran erinnern, dass die Mailorder-Leute von Century Media vor vielen, vielen Jahren einer Bestellung eine Snippet-CD beigelegt haben. Darauf war ein Auszug aus 'The Sanity Assassin' drauf. Ich - noch von Kopf bis Fuß auf Death Metal getrimmt - traute meinen Augen respektive Ohren nicht, was ich da hörte. Da sang jemand melodisch und ich war tatsächlich ergriffen. "Nevermore" musste folgerichtig in die Sammlung aufgenommen werden, doch leider hat mich der Rest nicht so sehr überzeugt wie diese Über-Ballade. Erst mit "Dreaming Neon Black" konnten mich die Jungs aus Seattle vollends in den Bann ziehen. Die erste Kooperation mit Andy Sneap (damals noch weit entfernt von seiner späteren Fließbandarbeit hinter dem Mischpult) in Form von "Dead Heart In A Dead World" zeigte nicht nur, dass NEVERMORE das hohe Niveau des Vorgängers spielerisch halten konnte. Nein, es zeigte auch, dass Warrel Dane und Jeff Loomis ohne zweiten Klampfer (zumindest im Studio) einfach am besten funktioniert haben.

Und damit komme ich endlich zu "Enemies Of Reality", meinem absoluten Favoriten aus dem Hause NEVERMORE. Doch bis dahin war das alles andere als eine leichte Geburt. Denn die erste Version des Albums, die ich in Händen hielt, war eine reine Enttäuschung. Wo waren die sägend-schweren Riffs von Großmeister Loomis? Wo die herrlich differenzierte Produktion, die ich am Vorgänger noch so schätzte? Der gesamte Sound war - soweit ich mich erinnern kann - äußerst tiefen- bis leicht mittenlastig - das Ergebnis war dumpf und schwachbrüstig. Unhörbar. Doch Century Media haben aus dem Fehler, CD Nummer fünf nicht von Andy Sneap produzieren zu lassen, gelernt. Dem Mann, der Dane und Co. mit seinem glücklichen Händchen auf "Dead Heart In A Dead World" zu großem Erfolg verholfen hatte. Man hat sämtliche Spuren dem Großmeister übergeben und Sneap zauberte aus dem Material die wohl fetteste und brutalste Produktion der gesamten Band-Diskografie. Das Angebot des Labels, die alte CD gegen den neuen Mix von Sneap kostenlos eintauschen zu können, war eine starke Geste und ob der Bedeutung von "Enemies Of Reality" für mich als Musik-Fan bin ich den Dortmundern bis heute dafür dankbar.

Warum gerade diese Scheibe bei mir so hoch im Kurs steht? Nie zuvor haben Dane und Loomis besser harmoniert. Während die Mucke heavier ist als alles, was NEVERMORE zuvor und danach fabriziert hat (ja, ich höre hier sogar eine Menge Death Metal heraus), singt Dane noch melodischer, noch emotionaler. Diese einzigartige Kombination haben die Jungs aus Seattle sonst nie wieder auf die Reihe bekommen, trotz der beiden erstklassigen Nachfolger. Der Kehrvers im Titelsong mit der orientalisch anmutenden Gesangslinie ist zum Niederknien. Und ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn Loomis nach seinem fulminanten Solo das Mainriff kurz anspielt und Dane danach zum letzten Mal den Refrain intoniert. Mit 'Tomorrow Turns Into Yesterday' legen Dane und Co. zwar nur eine einzige (Halb)-Ballade vor, die es aber locker mit Evergreens wie 'The Sorrowed Man', 'The Sanity Assassin', 'The Heart Collector' oder 'Believe In Nothing' aufnehmen kann. Vor allem das zweite Solo von Loomis - für so viel Kreativität, Technik und Feeling würde so manch etablierter Klampfer beide Hände opfern. Und der Rest? Durch die Bank 9-bis-10-Punkte-Material, egal ob das verstörende 'Noumenon' oder der Death-Thrasher 'I, Voyager'. Und mit der Widmung an Chuck Schuldiner rundet NEVERMORE diese Göttergabe auf würdige Art und Weise ab.

Mit dem Tod Warrel Danes verlässt uns nicht nur einer der sympathischten und intelligentesten Fronter der gesamten Szene, sondern begräbt auch sämtliche Hoffnungen, dass die Wonder Boys das Thema NEVERMORE mit einem abschließenden Album würdig zu Grabe tragen. R.I.P. Warrel, R.I.P. NEVERMORE!

[Haris Durakovic]

NEVERMORE - "This Godless Endeavor"

So ganz genau kann ich gar nicht sagen, warum ich mir anno 2005 auf semilegalem Wege "This Godless Endeavor" organisiert habe. Ich war damals nicht einmal volljährig und da ich ausschließen kann, dass die Empfehlung aus meinem Freundeskreis kam, war es vermutlich die Kombination aus dem Titel "Album des Monats" im Rock Hard sowie der ausschweifenden Beschreibungen von stilsicheren Leuten, die ich persönlich noch gar nicht kannte, welche mich zu NEVERMORE führte. Wie auch immer: Ich fand mich in der etwas eigenartigen Situation wieder, extrem hohe Erwartungen an eine Band bzw. konkrete Platte zu stellen, von der ich bis dahin nicht einen einzigen Ton gehört hatte. Aber was wusste ich als kleiner Bub schon, wozu ein Fünfer aus Seattle in der Lage war...

Damals war ich geflasht. Begeistert. Irritiert. Hin und weg. Und auch heute würde ich noch ohne irgendeinen Anflug nostalgischer Verklärung jede erdenkliche Höchstnote zücken. 'Born' zieht einen mit aller Gewalt in ein Album, dass klanglich modern und unglaublich dicht ist, kompositorisch komplex und stets nachvollziehbar, songdienlich technisch und Melodien sowie Harmonien für eine ganze Diskographie enthält. Wäre da nicht Warrel Dane, der dem Ganzen noch den Cowboyhut aufsetzt und mit seiner wirklich einmaligen, unnachahmlichen Stimme eine traurig-morbide Atmosphäre erzeugt, die man in der Art und Weise nirgends sonst finden wird. Der Mann, in dessen Stimme so viel Verzweiflung durchklingt, gleichzeitig jedoch immer wieder Funken von Hoffnung, die er dann allerdings selbst im Keime erstickt... Bei Dane sind auch immer die Töne zwischen den Tönen wichtig, die manchmal noch mehr transportieren als die tollen, ausdrucksstarken Texte. Egal ob 'Final Product' oder 'My Acid Words' mich groovig davontragen, mich 'Sentient 6' wirklich nachdenklich macht oder ich mit dem Titelsong als Schlussepos meine Freude habe: Warrel Dane trägt mich durch eine perfekte Platte, zu der ich ein halbes Buch verfassen könnte.

Einen persönlich-emotionalen Bezug habe ich zu "This Godless Endeavor" vielleicht nicht in dem Maße wie er zu manch anderer Platte meiner Sammlung existiert (wie beispielsweise zu seiner Soloplatte). Es gibt jedoch nur wenige Scheiben, die meinen musikalischen Horizont auf so unterschiedlichen Ebenen erweitert haben - hier trifft Großartigkeit auf Großartigkeit trifft auf Großartigkeit. Warrel Dane hat mit NEVERMORE 2005 einen Abdruck in meinem Gehirn hinterlassen, der für immer bleibt. Ruhe in Frieden, Warrel.

[Oliver Paßgang]

WARREL DANE - "Praises To The War Machine"

In Sachen Warrel Dane kann man mich getrost als Späteinsteiger bezeichnen, denn während viele meiner Kollegen bereits mit Alben von SANCTUARY oder NEVERMORE in den Kosmos dieses begnadeten Sängers eingestiegen sind, war es für mich das 2008er Soloalbum "Praises To The War Machine", das mich auf einen Schlag zu einem Fan der herrlich dunklen und kraftvollen Stimme des Amerikaners machte. Natürlich nannte ich zu diesem Zeitpunkt auch bereits "This Godless Endeavour" mein Eigen, doch war es dort hauptsächlich das Gitarrenspiel von Jeff Loomis, das mich in seinen Bann zog, während ich Danes Texte und Vocals immer als stark, doch nie als so unfassbar herausragend empfand. Das änderte sich aber schlagartig mit diesen zwölf Songs, die gemeinsam mit SOILWORKs Peter Wichers geschrieben und aufgenommen wurden und auf denen man dem Cowboyhut-Träger so emotional, packend und herausragend erlebte, wie noch nie zuvor. Vielleicht lag es auch daran, dass ich gerade selbst eine recht düstere Zeit in meinem Leben durchmachte, doch die teils zynischen, teils unfassbar persönlichen Texte der Platte erwischten mich sofort. Egal ob es nun das wunderbare 'The Chosen Misery' oder das verzweifelte 'Let You Down' waren, fast fühlte es sich so an, als würde Dane über mein eigenes damaliges Leben singen. Der absolute Höhepunkt der Scheibe ist aber natürlich die famose Ballade 'Brother', die wahrscheinlich der stärkste Track ist, dem der Amerikaner jemals seine Stimme geliehen hat.

"If I could erase one moment of pain
I'd throw away everything, even fame
If I could play God do you know what I'd do?
I'd swim through your blood and kill the cancer in you"

Wer keine Gänsehaut bekommt, wenn Dane diese Zeilen mit seiner typischen tiefen Stimme vorträgt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Mir jedenfalls läuft bei diesen Zeilen immer ein kalter Schauer den Rücken hinunter, wahrscheinlich auch, weil der Song für mich auf ewig untrennbar mit dem Tod einer mir sehr nahestehenden Person verbunden sein wird, der mit dem Erscheinen der Platte korrelierte. Wegen all dieser persönlichen Bezüge ist "Praises To The War Machine" auch ein Album, das noch immer regelmäßig in meinem CD-Player landet und das mich auch nach all den Jahren noch immer mitreißen kann. Insbesondere gerade jetzt nach Danes viel zu frühem Ableben, denn selten hat man einen so tiefen Einblick in das Seelenleben des Fronters hinter der Rockstar-Fassade erhalten wie hier. Einfach bewegend.

[Tobias Dahs]

NEVERMORE - "The Obsidian Conspiracy"

Wie riesig waren meine Erwartungen, als das letzte Studioalbum von NEVERMORE angekündigt und dann veröffentlicht wurde. Schließlich hatten die Band mit "This Godless Endeavor" eines der besten Metal-Alben des neuen Jahrtausends veröffentlicht, und mit "Dead Heart In A Dead World" ein weiteres 10-Punkte-Groove-Monster im Backkatalog. Als Interludium gab es noch das WARREL DANE-Soloalbum, das ich zwar gut, aber nie so wirklich überragend fand.

Als die ersten Runden der Verschwörung liefen, war ich vor sieben Jahren etwas ernüchtert. War das wirklich die Truppe, die 2005 gemeinsam mit COMMUNIC meine Jahrescharts völlig dominiert hatte?

Mit den Jahren lief das Album allerdings immer wieder mal, und ich muss sagen: Es ist doch ziemlich gewachsen, bietet einige wunderbare Ohrwürmer, genügend traurig-warmen Seelenschmerz und mit dem Titeltrack eine der besten Nummern der NEVERMORE-Diskographie. Aus den letzten zehn Jahren ist es mein liebstes Werk mit Dane am Mikrophon. Nein, es ist kein Meilenstein. Das ist mir auch klar, ich will das Album nicht verklären. Aber all jene, die es damals als Enttäuschung abgeschrieben haben, möchte ich ermutigen: Leiht dem Scheibchen doch noch mal ein Ohr. Es schaut dank des Travis Smith-Artworks nicht nur großartig aus (ich hoffe, ihr habt euch damals auch das Boxset geholt), es ist auch hervorragend von Peter Wichers produziert worden, Andy Sneap hat einen starken Mix besorgt, und wie Warrel hier etliche Songs durchleidet, das ist schon oberste Güteklasse.

Für mich mindestens auf dem gleichen Niveau wie "The Year The Sun Died", "Enemies Of Reality" oder "Praises To The War Machine".

[Jonathan Walzer]

Siehe auch: Weiteres Review zum Album // Gruppentherapie zu "The Obsidian Conspiracy"

SANCTUARY – "The Year The Sun Died"

Die Gründe hierfür kann ich nicht nennen, doch ich kam leider erst verhältnismäßig spät mit seinen Werken - ob nun bei SANCTUARY oder NEVERMORE - in Berührung. Ich mochte sie und tue es noch immer, keine Frage. Doch irgendwann habe ich den Mann mit dem Cowboyhut und langen, blonden Haaren aus den Augen verloren. Immer seltener rotierten Alben wie "Refuge Denied" oder "Dead Heart In A Dead World". Doch dann kündigte SANCTUARY das Comeback an und ich wurde hellhörig.

Dass im Dezember 2017 der Titel des letzten Dane-Albums leider Programm ist, hätte im September 2014 wohl niemand erahnen können. An diesem Tag erschien "The Year The Sun Died" und katapultierte Warrel wieder in meine Erinnerung. Meine Erinnerung an diesen unnachahmlichen Vocals, an diese Präsenz, an diesen bittersüßen Mix aus Wahnsinn, Melancholie, Aggressivität und Trauer. Und das vorliegende Album ist voll von diesen Emotionen - ein Best-Of seiner Person.

Sicherlich, es gibt bessere Alben, speziell im Hinblick auf NEVERMORE, als "The Year The Sun Died" - zumindest objektiv gesehen. Ich blicke einfach nur auf dieses ausdrucksstarke Artwork, bekomme die Gänsehaut von damals und die Tränen von heute. Richtig, es fehlen zwar überwiegend die hohen Screams, mit denen sich "Refuge Denied" und "Into The Mirror Black" zu Legenden in der Szene hievten. Und vielleicht war das SANCTUARY-Drittwerk zu reif, zu erwachsen, zu sehr auf Nummer sicher getrimmt. Und trotzdem spiegelte es die Persönlichkeit dieses Mannes zu 100% wider.

Richtig, das Album ist bretthart und hat wohl auch den einen oder anderen Füller. Doch die gehören einfach dazu, damit 'Frozen', 'Exitium (Anthem Of The Living)' und der Titeltrack nicht untergehen und alles in Grund und Boden stampfen. Vielleicht wird "The Year The Sun Died" von vielen unterschätzt, denn - seien wir einmal ehrlich - Warrel Danes Diskographie ist voller Glanz und Gloria. Doch subjektiv ist es eben ein Album, das mir zum einen unheimlich naheging, mich zum anderen wieder auf die SANCTUARY- und NEVERMORE-Schiene brachte. Von daher ist dieses Album an Wichtigkeit kaum zu übertreffen.

[Marcel Rapp]

Siehe auch: Gruppentherapie zum "The Year The Sun Died"

Redakteur:
Haris Durakovic

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